Wanderfreizeit im Westerwald

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Zum Jahresprogramm der Pädscherstrampler gehört auch immer die Wanderfreizeit über einen Zeitraum von 4 Tagen. Dieses Mal stand der Westerwald auf dem Programm. Im Nistertal und dort im gleichnamigen Ort fanden sich 20 Wanderfreunde im Hotel Rückert ein. Mit von der Partie waren auch drei Bewohner der HPE (Heilpädagogische Einrichtung) mit ihrer Betreuerin.

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Am Ankunftstag waren individuelle Umgebungserkundungen vorgesehen. So fuhren einige der Wanderfreunde nach Hachenburg mit seinem historischen Schloss und einer malerischen Altstadt mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen zog es einige bei dem noch schönen Wetter nach draußen, um einen Spaziergang rund um Nistertal zu machen.

Am nächsten Morgen war gegen 9:30 Uhr Abmarsch zur ersten Tageswanderung mit dem Titel „Feuerschleife“. Diese Rundwanderung um Bad Marienberg ist dem Thema „Basalt“ gewidmet und zeigt eindrucksvoll die vulkanische Vergangenheit des Westerwaldes. Bei herrlichstem Sonnenschein und ansteigenden Temperaturen verlief die Wanderung überwiegend auf schattigen Waldwegen. Unterwegs waren zwei schöne Viadukte zu bestaunen, bevor in Bad Marienberg im Kurpark Bornwiese die Mittagsrast eingelegt wurde. Anschließend führte der Weg zum Basaltpark, wo alles Wissenswerte zur Entstehung und zum Abbau auf Tafeln dargestellt war. Nach dem Basaltpark teilte sich die Wandergruppe. Ein Teil ging von hier direkt über Unnau zum Hotel zurück, die andere Gruppe lief noch über den Großen Wolfstein, um dann auch über Unnau zurück zum Hotel zu kommen.

Nachts hatte es ein mächtiges Gewitter gegeben und morgens zeigte sich der Westerwald im nebligen Grau. Trotzdem machten sich alle auf die Tagestour zum Dreifelder Weiher. Zunächst eine leichte Anhöhe hinauf, mit schönen Ausblicken auf die Westerwälder Höhen (auf denen der Wind so kalt weht !). Auf dem Fernwanderweg „Westerwaldsteig“ ging es über Lochum nach Dreifelden. Hier lag der große Dreifelder Weiher, leider immer noch im trüben Grau, sodass man das gegenüberliegende Ufer kaum erkennen konnte. Die Mittagsrast hätte bei Sonnenschein sicherlich länger gedauert. Aber so – bei dem kalten Wind – ging es schon bald weiter nach Rotenhain. Hier streifte die Gruppe noch das Burgfest mit Musik und mittelalterlichem Markt, bevor man in der Burgschänke eine „Kuchen-Rast“ einlegte. Und nun zeigte sich auch wieder die Sonne, die den restlichen Heimweg freundlicher gestaltete.

Am nächsten Morgen hieß es dann schon Abschied nehmen von Nistertal. Vor der Heimfahrt stand noch ein Besuch in Montabaur. Von einer jungen Stadtführerin, die selbst in Montabaur groß geworden ist, wurde den Pädscherstramplern die Bedeutung der Stadt und die über tausendjährige Geschichte der Burg erläutert. Ein großer Teil der mittelalterlichen Stadtmauer mit Wehrtürmen ist noch erhalten und zahlreiche restaurierte Fachwerkhäuser geben der Stadt ein hübsches Bild. Schließlich fand sich die Wandergruppe noch zu einem letzten Mittagessen auf dem Marktplatz ein, bevor es dann auf den Heimweg ging. Am Vorabend hatten sich die Pädscherstrampler bereits bei Dietmar Plettrichs für die Organisation der Wanderfreizeit und die Wanderführung im Westerwald herzlich bedankt.