BSC 99 will zurück in die Bezirksoberliga

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Erfolgreicher Block: Der BSC 99 Offenbach (im Vordergrund) hat sich im Aufstiegsrennen zur Bezirksoberliga noch nicht aufgegeben.

OFFENBACHER VOLLEYBALLER GREIFEN NOCH EINMAL AN / MENTALTRAINING ALS HILFE

Offenbach – Die Glanzzeiten der Volleyballer des BSC 99 Offenbach liegen schon einige Jahre zurück. Landesliga, Bezirksoberliga – das war einmal. Seit einigen Jahren sind die Offenbacher in der Bezirksliga Ost am Start – allerdings mit einigen Ambitionen.

In der Saison 2014/2015 spielten die Offenbacher – seit 1970 wird beim BSC 99 Volleyball angeboten – letztmals in der Landesliga, am Ende der Saison 2015/2016 stiegen sie aus der Bezirksoberliga ab. Und genau dorthin wollen die Offenbacher zurückkehren. Das wird allerdings nicht einfach. Denn in der Tabelle nimmt der BSC 1899 aktuell nur den fünften Platz ein – nur zwei Punkte hinter dem Drittplatzierten TV Dreieichenhain, aber bereits sechs Punkte hinter dem Zweiten SSG Langen 3.

Dabei hatten sich die Offenbacher für diese Saison einiges vorgenommen. „Wir wollten mit diesem Kader angreifen“, sagt Trainer Jürgen Herdt. Doch die Liga ist wie jedes Jahr nur schwer einzuschätzen. „Das ist ein echter Sammeltopf mit erfahrenen Mannschaften. Die Spieler sind älter geworden, haben aber früher höherklassig gespielt“, sagt Herdt über die Konkurrenz. Und da die Offenbacher in der ersten Saisonhälfte zu „wackelig“ waren – also zu viele Eigenfehler machten – gaben sich unnötig wichtige Punkte ab. Zwar war der BSC den Gegnern in der Regel in Sachen Sprungkraft überlegen – machte aber auch mehr Fehler als die Konkurrenz. „Bis Weihnachten sind wir so vor uns hingedümpelt“, stellt Herdt fest. Seit die Offenbacher aber verstärkt auf Mentaltraining setzen, läuft es plötzlich besser.

Am ersten Heimspieltag des Jahres besiegte der BSC 99 den VC Breuberg (3:2) und die SSG Langen 3 (3:1) und punktete auch zuletzt im Verfolgerduell bei den Sportfreunden Seligenstadt mit einem hart umkämpften 3:2-Sieg. Dabei mussten die Offenbacher kurzfristig auf Chris Ahlheit verzichten, der sich drei Tage vor der Partie in der Einhardstadt verletzt hatte und auf Krücken zum Spielort kam. Offenbach trat mit einem Sieben-Mann-Kader an, sicherte sich aber dennoch den Sieg. Herausragend agierte dabei Dominic Anselm im Mittelblock. Die Offenbacher lagen bereits mit 1:2 nach Sätzen zurück, gewannen dann aber den vierten Durchgang sicher mit 25:17. Und auch im entscheidenden fünften Satz ließen die Gäste nichts anbrennen und sicherten sich mit 15:9 den 3:2-Gesamtsieg. Wenn alle Akteure fit sind, stehen zehn Spieler zur Verfügung. „Da darf nicht viel passieren“, sagt Trainer Herdt. Der BSC 99 freut sich daher jederzeit über neue Gesichter und ausgebildete Volleyballer im Trainingsbetrieb – schließlich nimmt ansonsten kein Verein der Stadt mehr am Ligabetrieb teil.

Aktueller Tabellenführer der Bezirksliga Ost ist die TG 75 Darmstadt – und die 75er wollen aufsteigen. Doch auch der BSC 99 hat dieses Ziel noch nicht aus den Augen verloren. „Wir greifen noch einmal an. Mit etwas Glück können wir noch Zweiter werden und damit an der Aufstiegsrelegation teilnehmen“, erklärt Herdt, „allerdings müssen wir die 75er schlagen, wenn wir noch eine Chance auf die Aufstiegsspiele haben wollen.“ Und auch die übrigen Partien müssen die Offenbacher gewinnen. Die TG 75 Darmstadt stellt sich am Samstag, 14. März, gemeinsam mit dem VC Ober-Roden 3 in der Schillerschule beim BSC 99 Offenbach vor.