TGS-Trainerduo ist stolz auf die D-Jungen

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Erfolgreicher Angriff über Außen: Die TGS Seligenstadt (rechts) setzte sich im Spitzenspiel der Bezirksliga 1 gegen die HSG Dietzenbach überlegen durch.

NACHWUCHSHANDBALLER NACH SIEG IM SPITZENSPIEL AUF TITELKURS

Seligenstadt – Gipfeltreffen der Handball-D-Jungen in der Bezirksliga 1 des Handballbezirks Offenbach/Hanau: Die TGS Seligenstadt besiegt in eigener Halle den bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG Dietzenbach mit 21:14 (13:6) und hat nun selbst wieder Chancen, den Titel zu gewinnen.

Denn in der Tabelle liegen die Seligenstädter (20:2 Zähler) nach Minuspunkten gleichauf mit den Kreisstädtern (22:2) haben aber eine Partie weniger absolviert. Den direkten Vergleich hat die Turngesellschaft nach der 12:16-Niederlage im Hinrundenspiel dank des nun deutlichen Erfolges zu ihren Gunsten entschieden.

Trainiert werden die jungen Handballer seit dieser Saison von Christina Baier und Kevin Gutmann. „Viele der Kinder kennen sich allerdings bereits seit der F-Jugend, einen Teil der Kinder haben wir auch schon in der E-Jugend trainiert“, erklärt Christina Baier, die in ihrer Jugendzeit selbst bei der TGS spielte, aufgrund ihres Studiums dann aber nach Darmstadt wechselte beziehungsweise eine Pause einlegte. Kevin Gutmann ist weiterhin für die erste Mannschaft der Einhardstädter aktiv.

Und wie sind die Beiden zu ihrem Trainerposten gekommen? „Der Verein sucht seine Trainer in den eigenen Reihen“, sagt Christina Baier. Und führt diese dann schrittweise an höhere Aufgaben heran. Zunächst wird darauf geachtet, wer gut mit Kindern arbeiten kann, engagiert ist. „Zunächst haben wir als Betreuer geholfen, später dann selbst den Trainerposten übernommen“, erklärt Baier.

Das Trainerduo hatte sich mit seiner Mannschaft – 19 Kinder trainieren regelmäßig mit, der 20. wackelt ein bisschen – ursprünglich einen Platz im oberen Tabellendrittel zum Ziel gesetzt. „Wir hatten nicht erwartet, dass es so gut läuft. Allerdings kannten wir die Gegner nach dem Wechsel aus der E- in die D-Jugend auch nicht“, sagt Christina Baier. Wichtig war dem Trainerduo zunächst, die Kids zu einem Team zusammenzuschweißen, nachdem es zu Beginn noch einige kleine Grüppchen gegeben hatte. Mittlerweile haben sich die vielen Einzelkämpfer zu einer Mannschaft entwickelt, die erfolgreichen Handball spielt. „Wir haben die Kids noch nicht da, wo wir sie gerne hätten“, meint Baier, sieht die Mannschaft aber auf einem guten Weg. So werden beispielsweise die Außenspieler mittlerweile deutlich besser eingesetzt, die Spielübersicht hat sich deutlich verbessert. „Darauf sind wir schon stolz“, sagt die Trainerin.

Stolz durfte das TGS-Duo auch auf die Leistung im Spitzenspiel gegen Dietzenbach sein – vor allem auf die herausragende erste Hälfte, in der Seligenstadt den Grundstein zum Sieg legte. „Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen“, blickt Christina Baier zurück. Bereits in der Hinrunde hatten sich die Seligenstädter in Dietzenbach als ebenbürtig erwiesen, doch im Abschluss fehlte der TGS seinerzeit das nötige Quäntchen Glück. „Im Hinrundenspiel war es in der Halle sehr laut, daher war es wichtig, dass wir uns davon im Rückspiel nicht ablenken lassen“, meint die Trainerin. Und das Gegenteil schien der Fall. Die lautstarken HSG-Fans schienen die TGS sogar noch zu beflügeln.

Gestartet waren die Seligenstädter im Sommer übrigens gerade einmal mit elf Kindern im Kader. „Wir hatten dann einen guten Zuwachs, sogar vom Fußball kamen einige Kinder herüber. Jetzt haben wir eine sehr gute Kaderstärke, mit der sich gut trainieren lässt. Der Zulauf ist natürlich auch eine schöne Bestätigung, dass wir gute Arbeit abliefern“, freut sich Christina Baier.

Ihre Krönung könnte die gute Arbeit erfahren, wenn die TGS die Meisterschaft gewinnt. Dietzenbach spielt noch zweimal um Punkte, Seligenstadt noch dreimal. Nach einer mehrwöchigen Pause geht es aber erst am 1. März weiter. Die Entscheidung im Titelrennen fällt wohl erst im letzten Saisonspiel am 14. März vor eigenem Publikum gegen den aktuellen Viertplatzierten HSG Isenburg/Zeppelinheim.