FCO steigert in der Offensive seine Effektivität

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Kapitän Julien Klein (links) und der FC Offenthal wollen auch in dieser Saison in der Kreisoberliga die Klasse halten.

KREISOBERLIGA-FUSSBALLER SIND MIT PLATZ ZWÖLF NICHT ZUFRIEDEN

Offenthal – Mit 18 Punkten nehmen die Fußballer des FC Offenthal in der Kreisoberliga Offenbach den zwölften Platz ein – und stecken damit mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt nur drei Zähler. Das hatten sich die Offenthaler anders vorgestellt.

In der Spielzeit 2013/2014 hatten die Offenthaler die Runde in der Kreisliga A West auf dem sechsten Platz abgeschlossen. Dennoch ging es für einen Großteil der Spieler eine Liga hinauf – als FSG Dreieich, ein Zusammenschluss der Vereine FCO, FV 06 Sprendlingen und Dreieich Panthers. Nach Platz sieben im ersten Jahr war das Thema aber schon wieder erledigt – die Vereine gingen wieder ihren eigenen Weg. Der FCO verblieb in der KOL – und sicherte sich noch zweimal den siebten Platz. Nach den Positionen zehn und zwölf in den vergangenen beiden Spielzeiten müssen die Offenthaler nun den Blick wie schon in der vergangenen Runde auf den Abstiegskampf richten.

„Unsere Zielsetzung war ein Platz im gesicherten Mittelfeld, daher bin ich ebenso wie die Mannschaft nicht zufrieden“, erklärt FCO-Trainer Christian Nuss, der die Mannschaft Ende März 2019 übernommen und noch zum Klassenerhalt geführt hatte. Nuss (25) hatte seine aktive Laufbahn beim FCO aus Verletzungsgründen frühzeitig aufgeben müssen. „Wir haben viele Punkte unnötig abgegeben“, stellt der Trainer fest. Zu viele individuelle Fehler und viele vergebene Torchancen verhinderten eine besser Platzierung zum Jahreswechsel.

An den Schwächen arbeiteten die Offenthaler nun gezielt in der Winterpause. „Offensiv sind wir schon effektiver geworden“, stellt Christian Nuss zufrieden fest. Der jüngste 9:3-Sieg gegen den Dieburger A-Ligisten Kickers Hergershausen war daher kein Zufall. Die Dreieicher erspielten sich viele Chancen – und nutzten sie auch. In der Defensive gilt es allerdings weiterhin sich zu verbessern.

Nuss erwartet für seine Mannschaft eine „sehr intensive zweite Saisonhälfte.“ Sieben Vereine machen zwei Direktabsteiger und einen Relegationsteilnehmer unter sich aus. Und noch hat sich keiner aufgegeben, auch nicht das mit sieben Punkten leicht abgeschlagene Schlusslicht SG Heusenstamm-Zrinski. Der Vorletzte Kickers Viktoria Mühlheim verpflichtete gleich über ein Dutzend neue Spieler, beim TSV Dudenhofen verließen Trainer und Kapitän den Verein. „Wir haben auf jeden Fall die Qualität, die Liga zu halten“, blickt Christian Nuss optimistisch voraus. Vor allem schaut er nur auf seine Truppe – und nicht auf die Konkurrenz. Beim FCO selbst hat sich im Winter wenig getan. Vom Ligarivalen SG Götzenhain wechselte Steffen Jung nach Offenthal, Mounir Bouras verließ den Verein dagegen mit unbekanntem Ziel.

Mit der Vorbereitung zeigte er sich insgesamt zufrieden, auch wenn bedingt durch die Klausurphase viele seiner kickenden Studenten nicht zur Verfügung standen. „Die Jungs ziehen aber gut mit“, erwartet er in diesen Tagen wieder 15 bis 20 Spieler regelmäßig im Training – bisher waren es ein paar weniger. Wie es für ihn selbst weiter geht, weiß der junge Trainer, der sich an der Frankfurter Goethe-Universität im Endspurt seines Psychologie-Studiums befindet, noch nicht so genau. Die Gespräche laufen, hängen auch von der Klassenzugehörigkeit ab. Nuss könnte sich auch eine Rückkehr in den Jugendbereich vorstellen – er arbeitete bereits im Nachwuchsleistungszentrum des FSV Frankfurt –, aber auch das hängt vom Studium ab – in diesem Fall von seinem eigenen. Zunächst aber einmal will Nuss mit dem FCO die Klasse erhalten – das erste Pflichtspiel in diesem Jahr steht am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr bei der DJK Sparta Bürgel an.