Heimspieltag ein Kraftakt

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Der passt! Die Volleyballer der Sportfreunde Seligenstadt in Aktion.

SPORTFREUNDE-VOLLEYBALLER WOLLEN SICH IN DER BEZIRKSLIGA WEITER ETABLIEREN

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Seligenstadt – Die Volleyballherren der Sportfreunde Seligenstadt unterlagen am vergangenen Wochenende in der Bezirksliga Ost beim VC Breuberg nach hartem Kampf mit 2:3 und rutschten in der Tabelle auf den sechsten Platz ab.

Nach einigen Jahren des Auf und Abs, als die Sportfreunde zwischen der Kreisliga und der Bezirksliga hin- und herpendelten, haben sich die „Roten“ in den vergangenen zwei, drei Jahren in der Bezirksliga etabliert – und das soll so auch bleiben. Der Aufstieg ist nicht der erklärte Ziel, „wir wollen junge Leute integrieren“, erklärt Abteilungsleiter Kai Richter, gleichzeitig Spieler der Herrenmannschaft. Denn mit rund 50 Jugendlichen sind die Sportfreunde aktuell sehr gut aufgestellt. In Matthias Kopolt haben die Sportfreunde einen sehr engagierten Jugendleiter, der mit seinem Team, ein bisschen Werbung und Mund-zu-Mund-Propaganda im Nachwuchsbereich einiges bewegt hat. Und diese Spieler wollen die Seligenstädter natürlich weiter fördern und in den Seniorenbereich integrieren. Derzeit ist keine Jungenmannschaft gemeldet, der Nachwuchs schnuppert bereits bei den Herren in der Bezirksliga Seniorenluft.

In Breuberg entschieden die Seligenstädter die Durchgänge eins (25:20) und vier (25:18) zu ihren Gunsten, unterlagen dann aber im entscheidenden fünften Satz mit 11:15. In der Woche zuvor hatten die „Roten“ in eigener Halle gegen den TV Dreieichenhain (3:0) und gegen den BSC 99 Offenbach (0:3) gespielt. „Wir leben von unserer Halle“, sagt Kai Richter. Die Schulturnhalle der Emma-Schule ist nur sehr klein, der Ball bleibt gerne einmal an den Deckenbalken hängen, daran müssen sich die gegnerischen Teams erst gewöhnen. „Wir sind sehr heimstark, , wenn wir gut besetzt sind, spielen wir auch gut“, sagt Richter. Am Heimspieltag traten die Sportfreunde zwar nicht in Bestbesetzung an, „für Dreieichenhain hat es dennoch gereicht“, schmunzelt der Abteilungsleiter. Dagegen mussten die Seligenstädter anschließend die neue Stärke des BSC 99 Offenbach anerkennen. „Die spielen derzeit sehr stark, habe einen Riesensprung gemacht. Die spielen in der Rückrunde sehr guten Volleyball“, sagt Richter, „wenn wir zwei Mann mehr auf der Bank gehabt hätten oder es wäre unser erstes Spiel gewesen, hätten wir auch sicher gegen den BSC eine gute Chance gehabt.“ So aber mussten die Sportfreunde nach dem klaren Sieg gegen Dreieichenhain gegen den BSC 99 über fünf Sätze gehen und zogen im entscheidenden letzten Durchgang mit 9:15 den Kürzeren. „So ein Heimspieltag ist doch immer wieder ein echter Kraftakt“, stellt Richter fest.

Der Kern der Seligenstädter Mannschaft, etwa vier bis fünf Akteure, spielt seit rund 15 Jahren zusammen. Bein den „Roten“ geht s sehr familiär zu, dazu gehört auch ein gemeinsames Essen nach den Spielen. Und ein Teil der Truppe fährt gemeinsam zum Angeln nach Schweden – das verbindet. Ebenso wie das Beachen außerhalb der Punktrunde in den Monaten April/Mai bis September.

Weiter geht es für die Seligenstädter am Sonntag, 1. März, mit einem Heimspieltag gegen Spitzenreiter TG 75 Darmstadt und die SSG Langen 4. Auch dann wollen die Sportfreunde ihre Heimstärke in der Emma-Sporthalle ausspielen. Während die Mannschaft gegen Darmstadt – die 75er haben sich den Aufstieg zum Ziel gesetzt – dennoch nur Außenseiter sind, ist gegen Langen ein Sieg fest eingeplant. Auch wenn es wieder das zweite Spiel an diesem Tag ist.