Zum LKW-Durchgangsverkehr: Direkte Verbindung der B38 zur B45 würde Reinheim ent-lasten – FWG schlägt südliche Umfahrung von Habitzheim vor

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Der LKW-Verkehr durch Reinheim belastet die Anwohner stark! Durch Lärm, Abgase und Erschütterungen der Gebäude. Fußgänger und Radfahrer sind gefährdet, besonders die Schulkinder. Auch innerörtlicher PKW-Verkehr wird behindert. Das wird durch die künftigen Umgehungen um Hahn und Lengfeld nicht besser werden.

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Versuche, eine weiträumige Umfahrung Reinheims über die Bundesstraßen 38, 26 und 45 zu erreichen sind bislang gescheitert. Das Verkehrsministerium lehnt diese Umfahrung strikt ab. Zusätzliche Kosten für Speditionen und Verschlechterung von Standorten im vorderen Odenwald wiegen dort stärker als Gesundheit und Wohlbefinden der Reinheimer. Auch wird zusätzlicher Verkehr auf der B38 Richtung Roßdorf und weiter zur B26, sowie eine höhere Verkehrsbelastung der B45 nach Groß-Umstadt von den Planern kritisch beurteilt. Zusätzlich würde die Belastung der Bürger Georgenhausens, besonders am Gockert, weiter steigen.

Eine andere Idee ist der Neubau einer Umgehung durch Verlängerung der Querspanne hinter dem Aldi in einem Bogen bis zur B426 im Bereich der Gersprenz mit Querung der Bahnlinie, wie im Bundesverkehrswegeplan angemeldet, dort aber nur unter dem “weiteren Bedarf”, also ohne Planungsrecht, festgehalten. Diese Variante bedeutet zusätzliche Belastungen für die Menschen im Bereich der nördlichen und östlichen Kernstadt sowie des südlichen und südöstlichen Spachbrückens, neben diversen weiteren Problemen im Bereich des Natur- oder Gewässerschutzes. Nicht zu vergessen sind die hohen Kosten einer Querung der Bahnlinie nach Lengfeld im Gersprenztal.

Die Entlastung Reinheims von dem LKW-Durchgangsverkehr ist ein ganz besonderes Anliegen der Freien Wähler Reinheims. Das Ministerium betonte bei der Ablehnung eines LKW-Durchfahrverbotes für Reinheim, dass es eine Alternative für den Transit durch Reinheim geben müsse.

Für die dringend notwendige Verbannung des LKW-Durchgangsverkehrs ist seit 5 Jahren erfolglos versucht worden, die Umfahrung über die umgebenden Bundesstraßen zu erreichen. Bei der im Bundesverkehrswegeplan stehenden Variante hat sich auch nichts getan.

Also schlägt die FWG-Reinheim eine andere Idee für die Entlastung Reinheims vor.

Diese Alternative wäre eine südliche Umfahrung Habitzheims.

Der Verkehr würde von der B38 über die nördlich Spachbrückens führende Querspange Richtung Habitzheim geleitet werden. Ein Lärmschutz für das Baugebiet „Orscheläcker“ müsste gewährleistet werden.

Um Habitzheim herum würde eine Neubaustrecke Richtung B45 führen. Die bestehende Straße von Habitzheim nach Groß-Umstadt, deren Verbreiterung bereits geplant ist, ergibt die weitere Strecke. Die Strecken von der B426 nach Habitzheim und von Habitzheim nach Lengfeld würden gekreuzt, wodurch sich zusätzliche Auf- und Abfahrten ergäben.

Die Kosten dürften wesentlich geringer sein, als die Umgehung in Reinheimer Ortsnähe, da praktisch keine Brückenbauwerke (z.B. wegen der Bahntrasse) nötig wären.

Die Gemeinde Otzberg müsste mit ins Boot geholt werden: Auch für Otzberg hätte es den Vorteil der Entlastung Habitzheims und anderer Gemeindeteile vom Durchgangsverkehr.

Die Belastung der Bürger Georgenhausens, besonders am Gockert, würde verringert, da die vorgeschlagene direkte Verbindung der B38 zur B45 einen Teil der Verkehrslast nicht mehr an Georgenhausen vorbeiführt, sondern von Georgenhausen wegführt.

Erst wenn der LKW-Durchgangsverkehr nicht mehr durch Reinheim rollt, lassen sich Ideen wie die Innenstadtbelebung im Bereich der heutigen B426 vernünftig umsetzen.

Grundvoraussetzung für eine Reaktivierung der Gersprenztalbahn wäre, dass die B426 nicht mehr durch Reinheim führt. Die notwendigen zusätzlichen Schrankenschließzeiten am Bahnhof würden den Verkehr mehr stehen als fließen lassen.

Selbstverständlich wird die FWG diesen Vorschlag nach der Wahl im Stadtparlament Reinheims einbringen. Die FWG hofft, dass sich die Kollegen der anderen Fraktionen und der Magistrat ebenfalls engagieren.

Diese Idee ist nur umzusetzen, wenn auch die Verantwortlichen in Bund, Land und Kreis, die ohnehin für die Realisierung und Finanzierung zuständig sind, von der Qualität dieses Vorschlages überzeugt werden.

Die Freien Wähler Reinheims werden sich dafür einsetzen, dass diese Idee bei den dafür zuständigen Stellen in Bund, Land und Kreis vorgestellt wird, damit für Reinheim endlich konkrete Schritte zur Entlastung vom LKW-Durchgangsverkehr gegangen werden.

Welchen Einfluss die FWG auf die Reinheimer Politik künftig haben wird entscheiden Sie bei der Kommunalwahl!