Die Anzahl der kirchlichen Trauung geht weiter zurück

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Wer die Ehe schließt und sich für einen lebenslangen Bund der Liebe entscheidet, feiert diesen besonderen Tag meist groß. Ein neuer Abschnitt im Leben beginnt und Familie, Freunde und Bekannte sollen bei diesem Ereignis dabei sein.

Während in den letzten Jahren das Ausmaß der durchschnittlichen Feiern zugenommen hat, spielt die Kirche dabei allerdings immer seltener eine tragende Rolle.

Während im Jahr 2010 noch insgesamt über 37.000 Ehen geschlossen wurden, hat sich diese Zahl bis heute in großen Schritte gesteigert. 2019 waren es über 46.000. Es wurden also etwa 22% mehr Ehen geschlossen, als im Vergleichsjahr.
Es gab also eine zunehmende Anzahl an Paaren, die sich für eine kirchliche Trauung hätten entscheiden können. Dennoch entwickelten sich hier die Zahlen vollkommen anders.

Während sich um Jahr 2010 etwa 12.500 Paare in der Kirche haben trauen lassen, waren es  2019 nur noch 9.842. Damit kann ein Rückgang von etwa 22% verzeichnet werden.

Im Jahre 2010 war es jedem dritten Paar wichtig, Gottes Segen für die Eheschließung zu erhalten. 2019 ließen sich allerdings nur noch 21% kirchlich trauen. Auch im Rhein-Main-Gebiet scheint die bei der Trauung nur noch selten eine Rolle zu spielen.

Freie Trauungen werden immer beliebter

Dass seltener kirchliche Trauungen abgehalten werden liegt nicht an der Zeremonie und den Ritualen. Diese sind beliebter als je zuvor. Immer mehr Paare wünschen sich eine Trauung, die Kirche wird in diese jedoch nicht mehr involviert. Freie Trauungen sind beliebter denn je.

Mit einem Trauredner in Mainz kann man sich trauen lassen, auch wenn man die Kirche als Institution ablehnt. Das scheint für viele Menschen eine ausgezeichnete Alternative zu sein.

Vor allem das Beisammensein, der gemeinsame Moment, die Zeremonie und auch die dabei entstehenden Fotos sind begehrt.

Wer eine Ausbildung zum Freien Redner anstrebt wird dabei meist nicht von den beruflichen Perspektiven angetrieben. Häufig finden sich hier Menschen ein, die eine zweite Karriere planen und in ihrer Arbeitszeit Sinn stiften und glückliche Momente miterleben und prägen möchten.

Quellen: