Geschichtspfad Dietzenbach erstrahlt in neuem Glanz

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Einweihung des restaurierten Geschichtspfades. (Foto: Kreisstadt Dietzenbach)

Es wurde gereinigt und geschnitten, repariert und restauriert: Seit diesen Tagen nun erstrahlt der Dietzenbacher Geschichtspfad in ganz neuem Glanz. Aus diesem Anlass kamen Verantwortliche des Projektes „Renovierung und Aufwertung des Geschichtspfades Dietzenbach” am Montagnachmittag, 30. August, am Zeittunnel, der den Beginn des Pfades markiert, zur Präsentation der neu renovierten parkartigen Zeitachse zusammen.

Möglich machte diese Aufwertung des beliebten Dietzenbacher Ausflugsziels ein Renovierungsfonds der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH, der aus dem dortigen Corona-Maßnahmenpaket entstand. Dank ihm konnte der Geschichtspfad, an dem nach 20 Jahren seit seiner Einweihung der Zahn der Zeit nagte, und auch Vandalismus seine Spuren hinterließ, seit Ende Mai dieses Jahres einer gründlichen Auffrischungskur unterzogen werden.

Claudia Jäger, Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH, erläutert die Anfänge des Projekts: „Wir fragten uns: Was können wir tun, um die Kommunen in Zeiten von Corona zu unterstützen? So entstand der Renovierungsfonds“. – Und damit eine Erfolgsgeschichte, von der jeder nur profitieren konnte. „Die vergangenen 1,5 Jahre waren die „Boom“-Zeit für den Regionalpark. Die Menschen blieben in ihrer Umgebung und entdeckten ihre Heimat neu“, ergänzt Jäger.

Verwüstung im 30-jährigen Krieg. (Foto: Kreisstadt Dietzenbach)

Bürgermeister Jürgen Rogg zeigt sich dankbar für diese Unterstützung: „Besondere Ausgaben mussten in der Vergangenheit eher hinten herunterfallen. Wie in den meisten Städten und Kommunen, die von der Pandemie sehr gebeutelt waren, ließ auch in Dietzenbach Corona keine großen Sprünge zu. Umso größer war die Freude im vergangenen Oktober über das Schreiben des Regionalparks RheinMain über die geplante Förderung von renovierungsbedürftigen bestehenden Projekten auf der Regionalpark Rundroute. Für dieses Geschenk sind wir als Stadt für unsere Bürger und Besucher sehr dankbar“, hebt Rogg in seiner Rede hervor und ergänzt „Diese Gelegenheit konnten wir zudem nutzen, den Geschichtspfad um eine weitere Station zu erweitern.“ Gemeint ist die Station „Weinberg“, die im Zuge der Sanierungsarbeiten entstand. Auf einem Hügel angebaute Weinreben beschreiben den Weinbau in Dietzenbach, der schon seit dem Mittelalter dokumentiert ist.

Bereits vorhandene Stationen sowie der durchgängige Kiesweg erhielten im Laufe der Renovierungsarbeiten eine Auffrischung. So wurden verschiedene Mauerteile repariert und erneuert, verrottetes Holz ausgetauscht, Graffitis entfernt und Kiesflächen an vier Stationen saniert. Zudem wurden Sitzflächen überarbeitet und die Wege, die zuletzt nur noch als Trampelpfad zu erkennen waren, in ihre ursprüngliche Beschaffenheit zurückgeführt und saniert. Nicht zuletzt bekamen die umgebenden Pflanzen einen ordentlichen Pflegeschnitt.

Dass ein Großteil des Areals entlang des Rundgangs jedoch einen wilden Charakter hat, ist beabsichtigt. Dr. Dieter Lang betont: „Entlang des Geschichtspfads können Besucher eine Artenvielfalt an Flora und Fauna bewundern, die sonst in der Umgebung nicht zu finden ist. Das macht unseren Erlebnispunkt auf der Regionalpark Rundroute besonders. Wildnis darf und soll sein! Sie ist wertvoll und schön!“

Glücklich über ein rundum gelungenes Projekt zeigt sich auch Carmen Hauser, die seitens der Stadt aus der Abteilung Umwelt federführend für die Arbeiten zuständig war. „Ich möchte speziell die großartige Zusammenarbeit zwischen den Kollegen des Regionalparks und der Stadtverwaltung hervorheben. Kjell Schmidt, Geschäftsführer des Regionalparks, sei hier klar zu nennen sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung wie Bernd Weber und Michael Seidel sowie von den städtischen Betrieben Stefan Rogge (Abteilungsleiter der Grünflächenbewirtschaftung) und Christine Kummerow. Der Geschichtspfad ist nicht der einzige Regionalpark-Erlebnispunkt in Dietzenbach. Dazu zählen auch der Wasserwerkspark, die Balanciermeile oder der Aussichtsturm auf dem Wingertsberg. Entlang der verschiedenen Regionalparkrouten gibt es mittlerweile insgesamt über 300 Erlebnispunkte. Die Bandbreite reicht dabei von Aussichtstürmen über Spielplätze, Kunstinstallationen und Parkanlagen bis zu historischen Bauwerken.

Die Rhein-Main-Region gehört zu den größten Metropolregionen Deutschlands und ist dennoch überraschend grün. Felder, Wiesen und Wälder reichen bis weit in den Kern des Ballungsraums und bieten den Bewohner*innen der Region ein Erholungsangebot direkt vor ihrer Haustür. Damit dies so bleibt, werden die für unsere Lebensqualität so wichtigen Landschaftsräume im Regionalpark RheinMain verbunden und so für den Besucher erlebbar gemacht. Weitere Infos unter www.regionalpark-rheinmain.de.

(Text: PM Kreisstadt Dietzenbach)