Michelstädter Autorin veröffentlicht neues Buch.

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Die Michelstädter Autorin Rosemarie Dingeldey gibt ihr zweites Buch heraus.

MICHELSTADT. “Als ich vor ein paar Jahren Gott fragte, was so noch die Aufgabe in meinem Leben sei, da kam die Antwort prompt, viel schneller als ich es von ihm gewohnt war: Mache anderen Mut!”, schreibt Rosemarie Dingeldey im Vorwort zu ihrem neuen Buch, das kürzlich ausgeliefert wurde. Sein Titel ist “Ich schenk dir et

was Zeit: Geschichten und Impulse für den Alltag mit Gott” und es erschien im Francke Verlag, Marburg. Die aus Weinheim an der Bergstraße stammende Autorin hat da 52 alltägliche Geschichten aufgeschrieben, die ihr Gottvertrauen zeigen, mit dem sie in ihrem Leben seit ihrer Kindheit unterwegs ist. “Meine Haare sind grau geworden und gewisse Zeiten in meinem Leben waren grauenvoll”, schreibt sie auch. Denn ihr Leben kam mit 17 Jahren durch eine psychotische Erkrankung durcheinander, sodass sie nicht wie geplant, Abitur machen und studieren konnte. Stattdessen waren die nächsten 17 Jahre von wiederholten Aufenthalten in Psychiatrien geprägt, bis die Gabe eines bestimmten Medikaments das Auftreten von Psychosen zum Stillstand brachte. Mit 37 Jahren heiratete sie Reinhold Dingeldey, einen Witwer mit zwei Söhnen von 9 und 10 Jahren und half dabei, sie großzuziehen und lebt seitdem in Michelstadt im Odenwald.

Leidenschaftlich gerne schreibt die Autorin und tat das schon mit Artikeln in christlichen Zeitschriften wie “Ethos”, “Lydia” usw., bevor sie 2011 ein Buch über ihre psychotische Erkrankung im Neufeld Verlag veröffentlichte: “Es war, als würde ich fallen … Leben mit einer psychischen Erkrankung”, seit 2020 in 3. Auflage. Mit diesem Buch und den Autorenlesungen dazu, die sie jetzt zusammen mit ihrem Ehemann abhält, damit die Bedeutung von Angehörigen bei psychischen Krankheiten auch deutlich wird, will sie Mut machen, psychische Krankheiten anzunehmen und sich kompetente Hilfe zu suchen. So wie sie es mit Mitte Dreißig gemacht hat und seitdem mit ihrer Krankheit mit Medikamenten und ärztlicher Betreuung gut lebt vergleichbar mit Menschen, die mit einer chronischen körperlichen Krankheit leben.

Ihr war der christliche Glaube in jeder Lebensphase ein wichtiger Begleiter und eine Kraftquelle, was in all ihren Texten zum Ausdruck kommt. So hat ihr erstes Buch schon oft dazu beigetragen, dass nicht nur von psychischen Krankheiten Betroffene, Angehörige und daran Interessierte Trost und Verständnis gefunden haben, sondern auch Menschen, die andersartig Schweres zu tragen haben. So schreibt sie in ihrem Vorwort weiter: “Das Schwere in unserem Leben mag bleiben, dann brauche ich jemanden, der meine Belastungen trägt oder beim Tragen hilft. Und so einer ist Jesus. Er macht aus meinem Leid ein Lied.” Mit dem neuen Buch bietet sie ihren Lesern quasi für jede Woche eine neue ermutigende Geschichte aus dem und für den Alltag. Infos zu den Büchern von Frau Dingeldey gibt es auch in Ihrer Homepage: www.rosemarie-dingeldey-psychische-krankheiten.de.