FWG Reinheim ändert ihre Anfrage zum Bahndammradweg in Prüfauftrag

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Das von der Freien Wählergemeinschaft Reinheim e.V. ins Auge gefasste Projekt eines Radweges auf der stillgelegten Strecke der Gersprenztalbahn innerhalb Reinheims ist von erheblicher Bedeutung. Damit für eine sorgfältige Prüfung des Vorhabens ausreichend Zeit zur Verfügung
steht, hat sich die FWG Reinheim nun entschlossen einen Antrag für einen Prüfauftrag an den Magistrat zu stellen.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser in der Stadtverordnetenversammlung eine dafür nötige Mehrheit findet.

Hier der Wortlaut des Prüfauftrag-Antrages:

Antrag der FWG-Fraktion zur Prüfung der Realisierungsmöglichkeit eines Radwegs auf der Bahntrasse innerhalb Reinheims Richtung Groß-Bieberau

Beschlussvorschlag:

Die FWG beantragt dem Magistrat folgenden Prüfauftrag zu erteilen:

Inwieweit ist die Bahntrasse der „Gesprenztalbahn“ vom Abzweig an der „Odenwaldbahnlinie“ bis kurz hinter dem Tunnel in der Ludwigstraße (ehemaliger Bahnübergang) durch relativ einfache Umbaumaßnahmen als innerstädtischer Radweg nutzbar zu machen?

Hierbei sollten insbesondere die technischen, rechtlichen und finanziellen Fragen, die sich bei einem solchen Projekt ergeben, geklärt werden. Als Grundansatz sind hierbei die minimal nötigen Anforderungen, besonders in technischer, rechtlicher und finanzieller Hinsicht, zu sehen, im Sinne einer einfachst möglichen Lösung.

Begründung:

Die ursprünglich von der Gersprenztalbahn genutzte Trasse durch Reinheim ist seit vielen Jahren ungenutzt. Die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs auf dieser Strecke ist zur Zeit nicht absehbar und wohl, wenn überhaupt, eher lang- als mittelfristig möglich.

Diese brachliegende Trasse sollte einer sinnvollen städtebaulichen Nutzung zugeführt werden. Ein innerstädtischer Radweg auf diese Strecke ist eine sinnvolle Überlegung.

Die FWG Reinheim geht davon aus, dass der Umbau zum Radweg so erfolgen könnte, dass eine eventuelle zukünftige Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke möglich bleibt.

Die für die Erstellung des Radweges notwendigen Baumaßnahmen könnten aus Sicht der FWG kostengünstig so durchgeführt werden, dass sie einer eventuellen zukünftigen Wiederaufnahme des Bahnverkehrs nicht entgegenstehen würden, wenn insbesondere die bestehenden Gleise zunächst nicht entfernt werden würden. Beispielsweise durch Bedeckung der Gleise mit Schotter und Verwendung leicht entfernbarer Bauteile.

Die Bereitstellung eines Radweges auf dieser ansonsten ungenutzten Strecke wäre eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Reinheim mit allen damit verbundenen Vorteilen für die Verkehrssicherheit.

Leider müssen wir in Reinheim davon ausgehen, dass nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten an der Darmstädter Straße der Lkw-Verkehr auf der B426 wieder durch Reinheim rollen wird. Dieser Zustand wird sich wohl auf absehbare Zeit nicht ändern. Reinheim hat auf der unteren Darmstädter Straße und der Ludwigstraße keinen Platz für einen Radweg. Damit sind weitere Probleme für die Gesundheit und Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbunden.

Die Bereitstellung eines separaten Radweges auf der parallelen und ungenutzten Gersprenztal-Trasse der Bahn wäre ein deutlicher Gewinn für die Sicherheit auf Reinheims Straßen. Eine gefahrlose, im Grunde kreuzungsfreie, Strecke für Radfahrer und eine Verbesserung der Verbindungen zwischen den Stadtteilen würde dadurch entstehen. Sie wäre auch ein weiterer Grund im innerstädtischen Bereich das Auto stehen zu lassen und dafür das Fahrrad zu nutzen.

Um mit diesem Projekt verbundene Fragen zu klären, insbesondere den technischen, rechtlichen und finanziellen, beantragen wir die Beauftragung des Magistrates mit einer entsprechendenen Prüfung.

Der Bau dieses Radwegs wäre natürlich auch Thema für eine Arbeitsgruppe “Radwegebau”, deren Schaffung in städtischen Gremien diskutiert wurde und Prioritäten bezüglich des Baus und der Verbesserung der Radwege in und um Reinheim erarbeiten könnte.

Fragen, Anregungen, Kommentare:

Ulrich Brauch; Vereins- und Fraktionsvorsitzender 06162-82655 ulrich@brauchgroup.de

Andreas Rückert; stv. Fraktionsvorsitzender, Pressereferent andreas.rueckert@aol.de

Friedrich Schüler, Technischer Referent fp.schueler@gmx.de

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