Familie und Gesundheit im TRD-Pressedienst

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Ein vorbeugender Floh- und Zeckenschutz gehört zwingend zu den Vorbereitungen bei Reisen mit dem Hund. © Bundesverband für Tiergesundheit e.V./ TRD Medizin und Gesundheit

Entwicklungstadien einer Zecke

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

(TRD/MP) Sie sind klein, blutdurstig und lebensgefährlich für Mensch und Tier. Gemeint sind Zecken, die jedes Jahr im Frühsommer vermehrt ihr Unwesen treiben. Die meisten Infektionen ereignen sich in südlichen Risikogebieten, wie Bayern und Baden-Württemberg. Doch man kann sich wirksam gegen diese Plagegeister schützen. Wer sich im Wald oder auf Wiesen aufhält, kann vorbeugend Folgendes tun: Lange Kleidung tragen, die Hose in die Socken stecken, hohes Gras meiden und im Anschluss seinen Körper absuchen. Zum Entfernen einer Zecke sollte man eine spezielle Zeckenzange verwenden, die Wunde desinfizieren oder einen Arzt aufsuchen.

In einigen Bundesländern empfehlen Gesundheitsministerien zudem, sich impfen zu lassen. Die Impfung hilft allerdings nur gegen FSME-Viren und nicht bei einer Borreliose. Vor den finanziellen Folgen einer Invalidität schützt die private Unfallversicherung. Allerdings sollten Verbraucher darauf achten, dass in den Versicherungsbedingungen Infektionskrankheiten durch Zeckenbisse mitversichert sind, empfiehlt die uniVersa.

 

Spiegelbild

Erste Hilfe beim epileptischen Anfall

(TRD/MP) Keine Frage: Ein epileptischer Anfall sieht für Außenstehende erschreckend aus. Doch er hört meist von selbst wieder auf. Erst wann er nach fünf Minuten nicht endet, sollte ein Notarzt oder eine Notärztin gerufen werden.

Anders ist die Situation, wenn man die Betroffene oder den Betroffenen nicht kennt und ist deshalb nicht sicher sein kann, ob es sich wirklich um einen epileptischen Anfall handelt. In diesem Fall gilt: Sofort den Notruf wählen.

Während des Anfalls kommt es oft zu starken Krämpfen. „Dennoch bitte auf keinen Fall versuchen, den Kiefer zu öffnen, etwa um etwas zwischen die Zähne zu schieben“, so das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Das könne nämlich zu Verletzungen wie etwa einem Kieferbruch führen.

Die Bewegungen sollten nicht unterbunden werden, indem man den Krampfenden festhält. Wichtig: Die Umgebung sichern, damit bei den ruckartigen Bewegungen keine Verletzungen entstehen. Gegenstände, die gefährlich werden könnten, sollte man den Betroffenen aus der Hand nehmen. Nach dem Anfall sollten Patienten in eine stabile Seitenlage gebracht und nicht allein gelassen werden, bis sie wieder voll orientiert sind.

Senior Patient hört seiner Ärztin aufmerksam zu
Die Corona-Pandemie hat uns vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Erste Studien lassen vermuten, dass sich die damit verbundenen Belastungen negativ auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung ausgewirkt haben. Dies könnte jedoch auch einen positiven Effekt haben, da zunehmend offener über psychische Probleme und Erkrankungen, wie etwa Schizophrenie, gesprochen wird. Quelle Adobe / Medical Press / TRD

Psychosoziale Maßnahmen und Hilfe zur Behandlung von Schizophrenie

(TRD/MP) Bei an Schizophrenie erkrankten Menschen wird oft angenommen, dass sie mehrere Persönlichkeiten in sich tragen. Das ist jedoch nicht richtig. Vielmehr leiden Betroffene unter einem biochemischen Ungleichgewicht im Gehirn, welches veränderte Wahrnehmung im Sehen, Hören und Denken verursacht.

Während einer psychotischen Phase kann es zu Wahnhaftigkeit und Halluzinationen kommen, etwa dem Hören von Stimmen. Darüber hinaus stumpfen Betroffene meist emotional ab, sind freud- und antriebslos oder ziehen sich sozial zurück. Heilbar ist Schizophrenie bislang nicht. Doch eine Behandlung kann helfen, Betroffenen ein weitgehend normales und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Neben der Linderung der Symptome ist die Vermeidung von Rückfällen, also akuten Schüben, ein Ziel der Therapie. Diese stützt sich auf drei Säulen: medikamentöse Behandlung, Psychotherapie sowie psychosoziale Maßnahmen.

Behandelt wird in erster Linie mit sogenannten Antipsychotika. Die Medikamente greifen in den Botenstoffwechsel im Gehirn ein und können die Symptome lindern. Heute kommen bevorzugt atypische Antipsychotika zum Einsatz, die im Vergleich zu älteren typischen Antipsychotika in der Regel besser verträglich sind. Sie können neben der oralen Einnahme auch in Form einer Depot-Lösung als Spritze verabreicht werden. Nach der Injektion bildet sich im Körper ein sogenanntes Depot, aus dem der Wirkstoff kontinuierlich ins Blut abgegeben wird.

Ein Tablet mit dem Text Berufskrankheit auf dem Display

Medizinrecht für Arbeitnehmer

(TRD/MP) – Immer häufiger werden Arbeitnehmer durch Krankheit oder ein körperliches Leiden brutal aus dem Berufsleben gerissen. Zum Glück gibt es in solchen Fällen die gesetzliche Unfallversicherung. Denn wer an einer anerkannten Berufskrankheit leidet, hat gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung Anspruch auf Heilbehandlung und unter Umständen auf eine Verletztenrente.

Seit dem 1. August 2017 sind fünf weitere Krankheiten in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen worden. Damit können Betroffene leichter ihre Ansprüche durchsetzen, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Typische Berufskrankheiten sind beispielsweise Hepatitis bei Krankenschwestern oder Meniskusschäden bei Profifußballern.

Neu aufgenommen wurden: Leukämie durch 1,3-Butadien (farbloses Gas mit mildem, aromatischen Geruch. Es ist ein ungesättigter Kohlenwasserstoff von großer industrieller Bedeutung), Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Fokale Dystonie bei Instrumentalmusikern, Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) durch Asbest und Kehlkopfkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Berufskrankheiten
Die Liste der Berufskrankheiten ist jetzt um fünf weitere Krankheiten erweitert worden. © BG BAu / TRD Wirtschaft und Soziales

 

Betroffen sind sehr unterschiedliche Berufsgruppen. Leukämie durch die Einwirkung von Butadien kommt insbesondere bei Beschäftigten in der Kunstkautschuk- und Gummi-Industrie vor. Kehlkopfkrebs und Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe treten gerade bei Beschäftigten in der Aluminium- und Gießereiindustrie auf, aber auch in anderen Berufsgruppen wie Schornsteinfeger oder Hochofenarbeiter. Die fokale Dystonie bei Instrumentalmusikern betrifft ausschließlich professionelle Musiker wie etwa Orchestermusiker oder Musiklehrer. An Eierstockkrebs erkranken insbesondere Frauen, die früher in asbestverarbeitenden Betrieben tätig waren. Das waren vor allem Betriebe in der Asbesttextilindustrie, etwa Asbestspinnereien, Asbestwebereien oder andere Betriebe, in denen asbesthaltige Garne, Schnüre, Gewebe, Tücher oder auch Hitzeschutzkleidung hergestellt wurden.

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