Preise für Gebrauchtküchen steigen – Problem für Mieter

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Der Markt für Mietwohnungen im Rhein-Main-Gebiet ist angespannt. Die Preise schnellen in die Höhe und es gibt immer weniger angebotene Immobilien. Mieter halten lieber an ihren alten, vergleichsweise preiswerteren Mietwohnungen fest. Die geringere Fluktuation führt dazu, Wohnraum ungleichmäßiger verteilt wird. Bekommt eine Familie Zuwachs, arrangiert sie sich eher mit der aktuellen Wohnung, als umzuziehen. Sind die Kinder aus dem Haus bleiben die Eltern oft dennoch in der großen Wohnung, da eine kleinere bei Anmietung oft keine Ersparnis bietet.

Weiteres Problem – Küchen werden unerschwinglich

Zu der angespannten Lage für Wohnungssuchende gesellt sich nun ein weiteres Problem. Etliche Küchenproduzenten haben Lieferprobleme. Eine neue Küche zu kaufen wird zu einer Geduldsprobe. Aufgrund des geringen Angebotes und der hohen Nachfrage sind die Preise für Küchen durch die Decke geschossen. Das wirkt sich auch auf den Markt der gebrauchten Küchen aus.

Wer eine neue Mietwohnung bezieht, freut sich in der Regel wenn die Küche des Vormieters übernehmen kann. Dieser weiß jedoch, dass es nahezu unmöglich ist eine bezahlbare neue Küche zu kaufen und der Nachmieter auf die vorhandene Küche angewiesen ist. Erschwerend kommt hinzu, dass auch er oder sie nach dem Umzug eventuell eine neue Küche kaufen muss.

Während es früher normal war die gesamte Küche samt Elektrogeräten, Küchenleuchten und eventuell Stühlen und Tisch für kleines Geld zu übernehmen, müssen einige Familien für diese Investition mittlerweile einen Kredit aufnehmen. Es mangelt an Alternativen.

Das trifft vor allem jene, die ohnehin sehr unter den gestiegenen Mieten leiden und genau haushalten müssen.

Droht eine Überschuldung?

Wir müssen als Gesellschaft darauf achten, dass sich nicht große Teile der Bevölkerung überschulden. Durch die steigenden Zinsen ist damit zu rechnen, dass Menschen die Konsumschulden angehäuft haben, in Zukunft stärker unter Druck geraten werden. Hier ist das Einkommen ohnehin meist knapp und die Kreditraten werden steigen. In Kombination mit der anhaltend hohen Inflation scheint ein perfekter Sturm zu entstehen.

Die Folgen für die Betroffenen können katastrophal sein, doch auch gesamtwirtschaftlich kann die ganze Gesellschaft die Konsequenzen zu spüren bekommen.

Auch wenn man selbst nicht betroffen ist sollte man sich aus diesem Grund dafür einsetzen, dass die Belastung der wirtschaftlich schwachen Haushalte durch Wohnkosten auf ein erträgliches Maß gesenkt wird.

Quellen

https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/ausverkaufte-moebel-100.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/609521/umfrage/monatlicher-mietindex-fuer-deutschland/