Bergaufsicht warnt vor Schwimmspaß in Baggerseen

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Einsatzkräfte suchen ein Gewässer mit einem Boot ab.
Einsatzkräfte suchen ein Gewässer mit einem Boot ab. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

Darmstadt/Wiesbaden (dpa/lhe) – Die Bergaufsicht des Regierungspräsidiums Darmstadt warnt vor Gefahren und Risiken beim Schwimmen in unbewachten Baggerseen. Neben großen Fließgewässern wie Rhein und Main seien die Seen ein häufiger Unfallort beim Schwimmen, teilte die Behörde Darmstadt am Freitag mit. Was von außen betrachtet wie ein Sandstrand aussieht, könne im Wasser zur tödlichen Falle werden, erklärte Dezernatsleiter Frank Braunisch. Dabei seien insbesondere Stellen, an denen unter Wasser Materialien angespült werden, gefährlich. Im Juli konnte ein junger Mann nur noch tot aus dem Egelsbacher See (Landkreis Offenbach) geborgen werden.

Der wesentliche Unterschied zu Freibädern und Badeseen ist das fehlende Personal: An Baggerseen dauert es ohne Aufsicht deutlich länger, bis Hilfe vor Ort ist. Wer aktive Abbau-Bereiche von Baggerseen betritt, macht sich zudem des Hausfriedensbruchs schuldig und riskiert damit eine Anzeige, warnte die Behörde. Erst kürzlich veröffentlichte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die Zahl der Toten in Hessen seit Jahresbeginn. Insgesamt elf Menschen seien von Januar bis Juli 2022 ertrunken.

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