Community: Mehr Einsatz gegen queerfeindliche Angriffe

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Georgios Kazilas.
Georgios Kazilas. Foto: Hannes P. Albert/dpa/Archivbild

Frankfurt/Main (dpa/lhe) – Angesichts queerfeindlicher Übergriffe in Frankfurt wünscht sich die Community mehr Unterstützung seitens der Politik, der Polizei, aber auch der Gesellschaft. Nötig seien beispielsweise eine bessere Schulung der Polizei, eine Reform der Erfassungssysteme, zielgenauere Präventionskonzepte und ein Milieuschutz im Szeneviertel in der Nähe der Konstablerwache, sagte Georgios Kazilas vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) in Hessen.

Polizeibeamte müssten noch mehr sensibilisiert werden, was homophobe und transfeindliche Gewalt betrifft. «Zudem ist die Dunkelziffer hoch, weil zum einen Übergriffe entweder von den Opfern gar nicht erst gemeldet oder nicht als queerfeindliche Gewalt registriert werden», sagte Kazilas. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger müssten genauer hinschauen und einschreiten – bei körperlichen Übergriffen, aber auch bei Pöbeleien.

Nachdem es zuletzt zu mehreren Übergriffen im Bereich des Szeneviertels nördlich der Konstablerwache gekommen war, hatte die Polizei Mitte Juli angekündigt, ihre Präsenz dort zu verstärken und auch Zivilbeamte einzusetzen. Die verstärkten Maßnahmen seien zugleich «ein bewusstes und klares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Respekt in der Mainmetropole», sagte ein Polizeisprecher.

Genaue Angaben zu queerfeindlichen Straftaten in Frankfurt lassen sich den Ermittlern zufolge auch aufgrund der Dunkelziffer nicht machen. 2021 hatte die Polizei eine niedrige zweistellige Anzahl registriert, in diesem Jahr seien die Zahlen auf einem ähnlichen Niveau, hieß es. Auffällig sei aber, dass die Zahl der Übergriffe im Szeneviertel nördlich der Konstablerwache gestiegen sei, sagte der Sprecher. Erst am vergangenen Wochenende war dort ein junger Mann mit einer Glasflasche attackiert worden. Auch hier prüfen die Beamten, ob die Tat einen queerfeindlichen Hintergrund hat.

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