Gottesanbeterin gesehen? Landesamt ruft zum Mit-Forschen auf

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Eine Gottesanbeterin sitzt in einem Naturkundemuseum auf Grashalmen.
Eine Gottesanbeterin sitzt in einem Naturkundemuseum auf Grashalmen. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild

Wiesbaden (dpa/lhe) – Sie ist bis zu siebeneinhalb Zentimeter groß, kann verschiedene Farben annehmen und wird auch in Hessen zunehmend heimisch: Die Europäische Gottesanbeterin. Um mehr über das faszinierende Insekt zu erfahren, ruft das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Beobachtungen der Fangschrecke zu melden. 2006 sei an der Bergstraße nahe der Ruine Starkenburg in Heppenheim erstmals ein Vorkommen nachgewiesen worden, teilte das HLNUG am Montag in Wiesbaden mit.

Im Sommer 2021 habe es mit insgesamt 107 verifizierten Meldungen etwa genauso viele Funde der Gottesanbeterin wie im Vorjahr gegeben. «Das Insekt scheint sich in weiten Teilen Südhessens wohlzufühlen und immer mehr zu etablieren», erläuterte das HLNUG. Das trockene und warme Sommerwetter sei für die Gottesanbeterin und ihren Nachwuchs extrem günstig.

Meist grünlich gefärbt, oft aber auch bräunlich bis strohfarben, verharrt der lautlose Jäger oft auf Grashalmen oder Pflanzenstauden, um dann mit der sechsfachen Geschwindigkeit eines Augenaufschlags mit seinen Fangarmen zuzuschlagen. Auf dem Speiseplan stehen etwa Fliegen und Wespen.

«In den vergangenen Jahrzehnten hat die Gottesanbeterin ihr Territorium kontinuierlich nach Norden erweitert», teilte das HLNUG mit. Bürgerinnen und Bürger können Sichtungen der Gottesanbeterin online melden – am besten mit Belegfoto.