Opposition kritisiert Energiewende in Hessen als zu langsam

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Windkraftanlagen stehen hinter Photovoltaikanlagen.
Windkraftanlagen stehen hinter Photovoltaikanlagen. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Wiesbaden (dpa/lhe) – Die Energiewende in Hessen verläuft nach Ansicht von Politikern der Landtagsopposition nicht schnell genug. «Die Landesregierung hinkt der Entwicklung im Energiesektor dramatisch hinterher», sagte Axel Gerntke von der Linksfraktion am Donnerstag in Wiesbaden. Insgesamt lahme der Solarausbau, auch der Windkraftausbau komme in Hessen langsamer voran als anderswo.

Kritik kam auch von der SPD. Die bisher von Hessen erreichten 1,9 Prozent der Landesflächen für Windanlagen seien nicht das anvisierte Zwei-Prozent-Flächenziel, sagte der Sozialdemokrat Stephan Grüger in einer Debatte zum geplanten Solarpaket der Bundesregierung. Insgesamt kämen Entscheidungen für verbesserte Rahmenbedingungen bei der Energiewende nicht aus Hessen, sondern vom Bund in Berlin.

Mit dem Solarpaket will die Bundesregierung unter anderem steuerliche und bürokratische Hürden für den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf Privathäusern abbauen. Für Anlagen auf Einfamilienhäusern bis 30 Kilowatt soll künftig eine Ertragssteuerbefreiung gelten. Bisher gilt eine Vereinfachungsregel lediglich für Anlagen bis 10 Kilowatt. Nach den Worten der Grünen-Landtagsabgeordneten Kaya Kinkel greift das Paket Ideen aus Hessen auf.