Köln / Klagenfurt: Video belastet Städtepartnerschaft

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FDP Politiker soll nach Skandal-Video Aufsichtsratsposten niederlegen, fordert die Partei Freie Wähler Mittelrhein
Partnerschaft zwischen Köln und Klagenfurt gefährdet. FDP-Politiker belastet Verhältnis zwischen beiden Städten
FDP Politiker soll nach Skandal-Video Aufsichtsratsposten niederlegen, fordert die Partei Freie Wähler Mittelrhein
Partnerschaft zwischen Köln und Klagenfurt gefährdet. FDP-Politiker belastet Verhältnis zwischen beiden Städten

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Klagenfurt und deren Bürgermeister Christian Scheider wurden von Kölner Politikern beleidigt, und öffentlich an den Pranger gestellt, wie die Kronen-Zeitung aus Österreich berichtet. Für Torsten Ilg von der Partei Freie Wähler im Bezirk Mittelrhein, sind die Äußerungen einiger Kölner Kommunalpolitiker ein Skandal. Er fordert nun politische Konsequenzen:

Die Äußerungen von Mitgliedern des Kölner Rats sind ungeheuerlich und müssen Konsequenzen haben. Abgesehen von der Tatsache, dass es seit vielen Jahren gute Kontakte zwischen Köln und Klagenfurt gibt und zahlreiche Vertreter der Wirtschaft, der Tourismus-Branche, sowie Bildungseinrichtungen, sich auf dieses Abkommen seit langer Zeit gefreut haben, sind die Vorwürfe einiger Kölner Ratspolitiker völlig indiskutabel und aus der Luft gegriffen. Anders als die Kölner-SPD, die in einem unsäglichen Facebook-Post über die angeblich „rechtsextremen Kontakte“ des Klagenfurter Bürgermeisters schwadronierte, verfasste der wirtschaftspolitische Sprecher der Kölner FDP Volker Görzel gleich ein eigens Video, in dem er den Mann als Rechtspopulisten bezeichnete, ihm rechtes Gedankengut unterstellt und es zudem als Ungeheuerlichkeit bezeichnete, dass dieser Bürgermeister – der übrigens zum zweiten Mal wiedergewählt wurde – in Köln so herzlich empfangen wurde.

Freie Wähle: “Görzels Rücktritt gefordert nach Skandal-Äußerungen”

Der FDP-Wirtschaftsfachmann brüskiere nach Meinung des FREIEN WÄHLERS  in seinem Video auf “ziemlich arrogante Art und Weise” die Stadt Klagenfurt und ihre Bürgerinnen und Bürger, indem er sinngemäß fordert, dass die Millionenstadt Köln sich doch besser „ebenbürtige Partner“ für solche Abkommen suchen solle, als die relativ „kleine“ und in seinen Augen offenbar „unbedeutendere“ Stadt Klagenfurt:

“Dieser Tenor ist ungeheuerlich und eines Wirtschaftspolitikers unwürdig. Herr Görzel muss sich deshalb umgehend sowohl bei Herrn Scheider, als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstadt Klagenfurt entschuldigen. Mit seinem überaus peinlichen Auftreten hat der wirtschaftspolitische Sprecher der Kölner FDP, gerade in dieser Hinsicht ein katastrophales Außenbild abgeben, welches nicht nur in unserer Partnerstadt Klagenfurt und in ganz Österreich für Irritationen und negative Schlagzeilen bei den großen Boulevard-Medien gesorgt hat, sondern auch den Wirtschaftsstandort Köln international in ein schlechtes Licht gerückt hat. Ich fordere deshalb Herrn Görzel auf, umgehend von seinen politischen Ämtern zurückzutreten und seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Kölnmesse, sowie bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderung GmbH zu beenden. Die Kölner Wirtschaft und die hier ansässigen Firmen brauchen sicher keine „Rambo-Außenpolitik“, sondern positive Signale, gerade in Zeiten der Krise und über die Grenzen der Stadt Köln hinaus.“

So Torsten Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung. (Quelle: FW Mittelrhein)