Institut Wohnen und Umwelt sucht Hauseigentümer von Bestandsgebäuden mit Wärmepumpenheizung in Südhessen

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Für ein Forschungsvorhaben sucht das IWU nicht oder nur teilsanierte Bestandsgebäude in Südhessen, die vor 1995 erbaut wurden und schon mit einer Wärmepumpe beheizt werden. (Bildquelle: Institut Wohnen und Umwelt).

Darmstadt, 15.11.2022

Für das Forschungsvorhaben „Wärmepumpen-Praxis im hessischen Wohngebäudebestand“ sucht das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) nicht sanierte oder nur teilsanierte Bestandsgebäude, die bereits mit einer Wärmepumpe beheizt werden. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer speziell aus Südhessen können sich ab sofort bei dem in Darmstadt ansässigen Forschungsinstitut über die Teilnahmevoraussetzungen informieren (Ansprechpartner s.u.). Weitere Informationen zum Projekt und zur Teilnahme sind unter https://www.iwu.de/forschung/energie/wp-hessen/ zu finden.

In einem vom Land Hessen geförderten Forschungsprojekt untersuchen die IWU-Wissenschaftler, welche Möglichkeiten es für den Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden gibt und wie effizient die verschiedenen Lösungen schon jetzt in der Praxis funktionieren. Dazu untersucht das Institut nicht sanierte oder nur teilsanierte Bestands-Wohngebäude in Südhessen, die vor 1995 erbaut wurden und die schon mit einer Wärmepumpe beheizt werden. Auch Systeme, in denen die Wärmepumpe durch einen Heizkessel ergänzt wird, sind für das Projekt von Interesse. Die Wärmepumpe sollte nicht älter als 3 – 4 Jahre sein. Eigentümerinnen und Eigentümer eines solchen Gebäudes können sich jetzt für eine Teilnahme an dem Projekt bewerben. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden Verbrauchsdaten der Anlagen erhoben, um die Effizienz der jeweiligen Wärmepumpe zu bestimmen. Die Hausbesitzer erhalten am Ende eine Rückmeldung, wie die eigene Anlage im Vergleich mit dem Teilnehmerfeld abschneidet.

„Im Neubau sind Wärmepumpen schon seit einigen Jahren etabliert und haben bei den
Installationszahlen 2020 die Gasheizungen überholt. Im Sinne der Energiewende und der
Unabhängigkeit von Öl und Gas muss sich dieser Trend nun auch bei den Bestandsgebäuden
einstellen. Um zu erforschen, wie dies auch effizient umgesetzt werden kann, haben wir das
Projekt initiiert“, so Stefan Swiderek, Umweltingenieur beim IWU.

Für die Teilnahme am Projekt können interessierte Eigentümer von Wohngebäuden sich bei
Dipl.-Ing. Stefan Swiderek (Telefon: 06151 / 2904-34) oder per Mail (wphessen@iwu.de) mit
Nennung der Kontaktdaten inkl. Telefonnummer melden.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Teilnahme unter:
https://www.iwu.de/forschung/energie/wp-hessen/

Hintergrund: Wachsende Nachfrage nach Wärmepumpen
Wärmepumpen verwenden für die Heizung und Warmwasserzeugung Umweltwärme, die
zumeist der Außenluft oder dem Erdreich entzogen wird. Hierfür benötigen sie zwar
elektrischen Strom, dieser kommt aber zum Teil schon aus regenerativen Energiequellen –
erst recht, wenn die eigene Photovoltaikanlage auf dem Hausdach mitgenutzt wird.
Wärmepumpen sind damit ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Dies spiegelt sich
auch in der Zahl der Förderanträge wider. Von Januar bis September 2022 wurden für
Wärmepumpen insgesamt rund 304.000 Anträge im Rahmen der „Bundesförderung für
effiziente Gebäude“ (BEG) beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)
gestellt. Noch im Vorjahr wurden nach den Zahlen des Bundesverbands der Deutschen
Heizungsindustrie e.V. (BDH) lediglich 154.000 Wärmepumpen im Bestand und Neubau
verkauft. Somit wurden bis September 2022 schon fast doppelt so viele Förderanträge im
Gebäudebestand gestellt wie Anlagen 2021 insgesamt eingebaut wurden.

Kontakt:

Dipl.-Ing. Stefan Swiderek
Tel.: 06151 2904-34
E-Mail: wphessen@iwu.de

Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU)
Rheinstraße 65
64295 Darmstadt

www.iwu.de