Schimmel und Ungeziefer: Ordnungsamt schließt drei Betriebe

32
An einem Café hängt ein Schild mit der Aufschrift «geschlossen».
An einem Café hängt ein Schild mit der Aufschrift «geschlossen». Foto: Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Frankfurt/Main (dpa/lhe) – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Nach dieser Maxime haben Stadtpolizei, Lebensmittelkontrolle und Ordnungsamt in Frankfurt am Dienstag vier gastronomische Betriebe im Kneipenviertel Sachsenhausen unter die Lupe genommen. Für drei der Betriebe war danach erst einmal Schluss: Sie mussten wegen problematischer Lebensmittel- und Hygieneumstände sofort den Betrieb einstellen.

So stießen die Kontrolleure in einem auf den ersten Blick gepflegten Restaurant auf akuten Ungeziefer-Befall, verdorbene und abgelaufene Lebensmittel und mangelnde Grundhygiene. «Manche Lebensmittel waren in ihrer Konsistenz nahezu nicht identifizierbar. Der Geruch verdorbener Lebensmittel war selbst manchen Stadtpolizisten zu viel», hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung zu der Kontrollaktion.

In Kühlschränken und -truhen herrschte Ekel-Alarm durch größere Mengen verdorbenes Fleisch und Fisch, verschimmelte Zwiebeln und ranzige Sojasprossen, dazwischen immer wieder Mäuse- und Rattenkot. Ein ähnliches Bild bot sich in einem zweiten Lokal, in dem zudem erhebliche bauliche Mängel festgestellt wurden. Zudem war der Betrieb den Angaben zufolge eigentlich durch einen Insolvenzverwalter gewerberechtlich abgemeldet worden, wurde aber ohne gültige Gewerbeanmeldung weiterbetrieben.

Auch eine Shisha-Bar musste wegen hygienischer und baulicher Mängel sowie Mäuse-Befalls schließen. Die Stadtpolizei stellte zudem ein Geldspielgerät mit abgelaufener Zulassung und einen Warenautomat ohne Aufstellerkennzeichnung sicher. Außerdem wurden hinter der Theke 500 Schmerztabletten ausländischer Herkunft gefunden und sichergestellt.

Hinterlasse eine Antwort

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Name bitte hier reinschreiben