Köln Deutzer Freiheit: Einzelhandel geht vor Weihnachten „baden“

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Köln Deutzer Freiheit - Freie Wähler fordern die Politik auf, noch vor Weihnachten den Verkehrsversuch abzubrechen. Der Einzelhandel stünde buchstäblich mit dem Rücken zur Wand.

(Köln/Deutz) Die Bezirksvertretung Innenstadt lehnt den Abbruch des Verkehrsversuchs an der Deutzer Freiheit vor Weihnachten ab. Die Partei Freie Wähler kritisiert die Politik scharf:

„Wir können nicht abwarten bis Juni 2023, bis vielleicht irgendwelche finalen Untersuchungsergebnisse des gescheiterten Verkehrsversuchs auf der Deutzer Freiheit vorliegen. Nach mehr als zwei harten Corona-Jahren stehen der Einzelhandel und Teile der Gastronomie in Deutz buchstäblich mit dem Rücken zur Wand. Die Einzelhändler haben zusammen mit der Kölner IHK bereits dargelegt, dass die Umsätze seit Beginn der Sperrung der Straße für den Autoverkehr, dramatisch eingebrochen sind. Auf welche Belege wartet die Politik denn noch? Wenn der grüne Bezirksbürgermeister Andreas Hupke davon spricht, dass die Gegner des Verkehrsversuchs „Hass“ und „Hetze“ schüren würden, dann hat er sich als Bezirksbürgermeister disqualifiziert. Wir Freie Wähler sagen ganz klar: Wer trotz der Probleme an solchen Versuchen festhält, der zerstört nicht nur den Zusammenhalt im Veedel, sondern vernichtet auch knallhart Existenzen, indem er alles daran setzt, das dringend benötigte Weihnachtsgeschäft aus rein ideologischen Gründen massiv auszubremsen. Das ist zynisch und unverantwortlich.“

So der Vorsitzende der Partei Freie Wähler im Bezirk Mittelrhein Torsten Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.

Ideologische Verkehrsversuche notfalls auch mit den Stimmen der AfD ausbremsen.

„Die Partei Freie Wähler distanziert sich deshalb vom Mehrheitsbeschluss der Parteien in der Bezirksvertretung Innenstadt und im Rat. Er fordert die kritischen Stimmen innerhalb der CDU auf, im Rat gegen diesen Beschluss per Eilantrag vorzugehen und ihn notfalls kurzfristig noch vor Weihnachten mit Hilfe von Stimmen aus den kleineren Gruppen, der AfD, der FDP, sowie Teilen der SPD zu Fall zu bringen. Hier geht es darum ein Exempel zu statuieren und den ideologischen Umbau der Stadt Köln zu stoppen. Ein ähnliches Desaster droht übrigens auch in Ehrenfeld auf der Venloer Straße. Dort wird mit der Einführung von Tempo 20 und dem Wegfall von Parkplätzen, der Verkehr ebenfalls drastisch behindert und erste Kunden bleiben auch dort vor Weihnachten lieber weg, weil das Einkaufen mit dem Auto komplett unattraktiv und unbequem gemacht werden soll.“ Erklärt Torsten Ilg abschließend. (Quelle Partei Freie Wähler Mittelrhein)