Stellenabbau bei FORD in Köln: Freie Wähler: „Autofeindliche Politik ist Teil des Problems“

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FORD wil in Köln tausende Stellen abbauen. Die Partei Freie Wähler sieht die "autofeindliche Politik" als Teil des Problems.
„Tausende Stellen sind bei Ford in Gefahr. Wir Freie Wähler haben bereits 2020 vor diesem massenhaften Stellenabbau gewarnt. Damals hat es die Stadt Köln bei der Bewerbung um die Automobilmesse IAA nicht in die Endrunde geschafft. Städte wie München glänzen hingegen mit einem klaren Bekenntnis zum motorisierten Individualverkehr, trotz oder gerade wegen der Klimaerwärmung. Denn während man in Köln alles daran setzt den Autoverkehr zum Erliegen zu bringen, indem man die wichtige Ost-West-Trasse oberirdisch planen lässt, oder mit sogenannten Pförtner-Ampeln und separaten Busspuren künstliche Staufallen schafft, rüstet München sich für die Zukunft. In Köln schafft man es ja nicht einmal, die Nord-Südfahrt für Autos unterirdisch zu vollenden.“
So Torsten Ilg, Vorsitzender der Partei Freie Wähler Bezirksvereinigung Mittelrhein in einer aktuellen Pressemitteilung:
„Im Jahre 2022 wurde seitens der Stadt ernsthaft in Erwägung gezogen, bei den Dienstwagen des städtischen Fuhrparks nicht mehr allein auf FORD zu setzen. Auch die Kölner Oberbürgermeisterin liess damals durch ihren Sprecher mitteilen, dass sie zwar bis auf Weiteres FORD fahren würde, aber eben nur bis 2023. Inzwischen setzt die Stadt bei ihren Dienstwagen auch auf Mercedes-Benz. Ein Affront gegen den Kölner Autobauer FORD. Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass FORD bei seinem geplanten Stellenabbau, offensichtlich nur noch wenig Rücksicht auf lokale Befindlichkeiten zu nehmen scheint. Letztlich ist es aus unternehmerischer Sicht eher zweitrangig, ob die Stadt Köln auch in Zukunft ein wichtiger Standort für die Produktion neuer Automobile bleibt, oder eben eine andere Stadt den Zuschlag für neue Produktionsstätten für E- und Wasserstoff-Autos bekommt. Ich erwarte von unserer Oberbürgermeisterin und dem Rat der Stadt Köln ein klares Bekenntnis zu FORD und zum motorisierten Individualverkehr der Zukunft. Denn nur so wird das Management von FORD seine wirtschaftspolitischen Erwägungen im Zweifel auch als lokalpatriotische Verpflichtung verstehen. So wie beispielsweise Trigema-Chef Wolfgang Grupp mit seiner Heimatstadt Burladingen verwurzelt ist, müssen auch die Stadt Köln und unsere Stadtspitze die FORD-Werke als eine Art „kölsches Kulturgut“ verstehen, um den Konzern auch moralisch an Köln zu binden. Dieses Verständnis scheint in Köln abhanden gekommen zu sein.“
So der Bezirksvorsitzende der Partei Freie Wähler in einer aktuellen Pressemitteilung.