Maßnahmenplan gegen Gewalt an Frauen: Frankfurt präsentiert Ergebnisse im Herbst

(Symbolfoto: ninocare auf Pixabay)

Steuerungsgruppe Istanbul-Konvention konkretisiert Maßnahmen und bekräftigt Zusammenarbeit und Verantwortung

Nach rund zwei Jahren intensiver Arbeit liegen nun erste Ergebnisse in Form von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Istanbul Konvention in Frankfurt vor: Zentrale Handlungsfelder zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt wurden definiert, Bedarfe vulnerabler Gruppen erfasst und Ansätze zur Weiterentwicklung der Täterarbeit erarbeitet.


Grundlage ist eine seit 2024 bestehende breite Zusammenarbeit städtischer und zivilgesellschaftlicher Expertinnen und Experten. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für ein gewaltfreies Leben für Frauen und Mädchen zu entwickeln und damit das Frankfurter Hilfesystem weiter zu stärken und auszubauen. Auf Fachtagen wurden dabei die besonderen Bedarfe von vulnerablen Gruppen wie Kinder und Jugendliche, wohnungslose Frauen oder von Frauen mit Behinderungen in den Blick genommen.

Die Ergebnisse dieses Prozesses münden nun in einen umfassenden Maßnahmenplan, der im Oktober 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die Abstimmung und Weiterentwicklung dieser Maßnahmen erfolgt in der Steuerungsgruppe zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Das Gremium, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, Justiz, zuständiger Dezernate, Frankfurter Interventionsstellen und des Hilfesystems, kam jetzt zu seiner siebten Sitzung zusammen. Die Bedeutung von Gewaltprävention und Gewaltschutz in Frankfurt unterstrichen die Mitglieder der Steuerungsgruppe zudem durch die Unterzeichnung einer „Absichtserklärung 2.0 zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Frankfurt am Main”.

„Gewaltprävention und Gewaltschutz sind in Frankfurt dauerhafte Aufgaben, die nur ressortübergreifend und gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden können. Mit der Absichtserklärung bekräftigen wir den Anspruch, die erarbeiteten Maßnahmen konsequent weiterzuentwickeln und die Umsetzung langfristig zu sichern“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

Mit der Erklärung bekennt sich die Steuerungsgruppe dazu, den begonnenen Prozess kontinuierlich und abgestimmt fortzuführen und die Istanbul-Konvention als verbindlichen Rahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt konsequent umzusetzen.

(Text: PM Stadt Frankfurt)