SV Weiskirchen und JSK Rodgau in Fusionsgesprächen

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Vorstände, die etwas bewegen wollen: Rainer Müller SVW, Albert Frühwacht SVW, Heide Klabers JSK, Frank Herold SVW, Geli Stark JSK, Götz Schwarz JSK, Thomas Rieder SVW, Stefano Uslenghi JSK, Annemarie Jonas SVW, Manfred Ballüer JSK, Lothar Mark JSK. (Foto: SV Weiskirchen/JSK Rodgau)

Gesundes organisches Wachstum in beiden Vereinen / Mitglieder profitieren besonders stark

Die Vorstände der Sportvereinigung Weiskirchen und des JSK Rodgau sprechen gemeinsam darüber, die bisher bestehenden Kooperationen in eine Verschmelzung münden zu lassen. Acht Arbeitsgruppen sondieren. Die Mitglieder werden über den Auftrag zum Verschmelzungsvertrag am 13. Mai entscheiden. Der neue Großverein wird rund 4.000 Mitglieder unter einem Dach ein attraktives Angebot bieten.

Die Vorstände der beiden Vereine arbeiten seit Jahren gut und vertrauensvoll zusammen. Man kennt und schätzt sich. Da es kaum Überschneidungen, sondern einige sinnvolle Ergänzungen gibt, empfehlen die Vorstände und acht Teams aus Mitgliedern beider Vereine die Verschmelzung der beiden Vereine. Technisch wird der JSK die SVW übernehmen.

Der Kraftsport gilt als Perle der SVW. Knapp 500 Mitglieder treiben hier Sport. Den findet man nicht im JSK, dafür können deren Mitglieder die Weiskircher Infrastruktur nutzen. Der finanzielle Ausgleich, der von beiden Seiten sehr geschätzt wird, findet seit Jahren bei allen übergreifenden Aktivitäten zwischen den Vereinen statt.

Gesundes organisches Wachstum trotz Corona

Beide Vereine haben auch im zweiten Corona-Jahr ein gesundes organisches Wachstum erzielt. Der JSK ist um weitere 60 auf 3165 Mitglieder gewachsen. Vor allem im Kinder- und Jugendbereich fanden die Zugänge statt. Nahezu 1.000 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren werden von beiden Vereinen bisher betreut. Beide Vereine haben Alleinstellungsmerkmale in der Region.

Albert Frühwacht, Vorsitzender des Vorstandes des SVW ist überzeugt davon, dass es für beide Vereine eine große Bereicherung ist, zusammenzugehen. Vor allem die Mitglieder profitieren von dem deutlich größeren Angebot in einem Verein und das ist das, was langfristig zählt. Für Weiskircher Mitglieder öffnet sich ein breites Spektrum in 20 Abteilungen und über 50 verschiedenen Angeboten.

Lothar Mark, Vorsitzender des JSK Rodgau, bestätigt, dass die Aufgaben für das Ehrenamt nicht weniger werden, sondern überall dort wo die Infrastruktur einer gut geführten Geschäftsstelle nicht zur Verfügung steht, wird es schwieriger. Deshalb ist es wichtig, dass die vorhandenen Geschäftsstellen sich gegenseitig unterstützen und den Mitgliedern in Jügesheim und Weiskirchen länger zur Verfügung stehen. Wir haben es hier mit zwei gesunden Vereinen zu tun, die organisch wachsen, die ihren Mitgliedern ein ausgezeichnetes Sport- und Kulturangebot anbieten zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis betont Mark. Der Familienbeitrag beträgt 30 Euro, was es nicht noch einmal gibt im Sportkreis für dieses Angebot. Beide Vereine sind stabil, verfügen über Liquidität und eine große Substanz. Das kann ein Nachteil sein, wenn man an die Grunderwerbsteuer denkt.

Befragung der Mitglieder beider Vereine

Zunächst werden die Mitglieder beider Vereine informiert und befragt. Denn ohne deren positives Votum für eine Verschmelzung machen wir nichts, so SVW Vorsitzender Albert Frühwacht. Viele Mitglieder wurden eingebunden und konnten ihre Anregungen einbringen. Auch die Ältestenräte sehen die Verschmelzung sehr positiv. Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Die Mitglieder werden bis zum 13. Mai informiert und beauftragen dann den Vorstand einen Verschmelzungsvertrag auszuarbeiten, der dann in einen notariellen Vertrag mündet, der dann von mindestens 75 Prozent verabschiedet werden muss.

Bis wir so weit sind, haben wir noch viele Schritte zu gehen, sagt Lothar Mark, der den Vorständen ein weiteres arbeitsreiches Jahr prophezeit. Gleichwohl ist dem Vorsitzenden nicht bange, denn die Themen können ohne Zeitstress abgearbeitet, die Mitglieder gut einbezogen, aufkommende Fragen erörtert und zur Entscheidung vorgelegt werden.

Die Fakten

Der JSK Rodgau hat rund 3100 Mitglieder, der SVW rund 1111. Gut 100 Mitglieder sind in beiden Vereinen gleichermaßen aktiv. Das Durchschnittsalter der gut 4.200 Mitglieder liegt unter 32 Jahren. Knapp 2.000 Mitglieder sind minderjährig. Beide Vereine besitzen 17 Hektar Freiflächen, davon elf Hektar im Eigentum mit acht Rasenplätzen, zwei Leichtathletikanlagen, eine Festwiese, drei Beachvolleyballflächen, vier eigene bezahlte Hallen und eine Hand voll angemieteter Sportstätten. Ein Teil der Freiflächen sind baureife Grundstücke. Der Umsatz beider Vereine beträgt rund 1,5 Mio. Euro. Allein die jährlichen Mitgliederbeiträge und Kursgebühren überschreiten bei einer Verschmelzung 600.000 Euro.

(Text: PM JSK Rodgau und SV Weiskirchen)