Neu-Isenburg: Informationen zur Asiatischen Tigermücke in Hessen

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Symbolbild Asiatische Tigermücke (Foto: WikiImages auf Pixabay)

Das Frühjahr hat begonnen und nach einem kurzen aber heftigen Wettereinbruch, welcher auch den dringend benötigten Regen brachte, steigen die Temperaturen wieder an. Für die Asiatische Tigermücke sind dies perfekte Vermehrungsbedingungen. Die ursprünglich aus Südostasien stammende Tigermücke wird erst seit 1990 in Deutschland nachgewiesen. Zurückzuführen ist die Verbreitung der mittlerweile auf fast allen Kontinenten anzutreffenden Tigermücke auf Warentransporte und Reisetätigkeiten.

Die Tigermücke ist nicht nur aufgrund ihrer Stechfreudigkeit unangenehm, sie kann beim Stechen auch einige tropische Krankheiten von Mensch zu Mensch übertragen. Da sowohl diese Krankheitserreger als auch die Tigermücken hier nur vereinzelt vorkommen, ist das Risiko einer Krankheitsübertragung derzeit noch vergleichsweise gering. Durch die globale Erwärmung ist es der Mücke jedoch jetzt schon möglich, sich in Deutschland zu vermehren, die Winter zu überleben und die entsprechenden Krankheitserreger wie z. B. Dengue-, Zikavirus einzuschleppen.

Um die Verbreitung der Tigermücke möglichst zu verhindern und Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und abzuwenden, ruft das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) zur Mithilfe auf.

Die Tigermücken, welche in ihrem bis etwa sechswöchigen Lebenszyklus bis zu 300 Eier ablegen, benötigen dafür nur kleinste Wasseransammlungen, wie sie z. B. in Blumentopfuntersetzern, Vogeltränken, Gießkannen, Verpackungen und Restpfützen zu finden sind. Pro Saison können sich zwischen vier und fünf Mückengenerationen entwickeln, die Entwicklungszeit von Ei bis Mücke beträgt lediglich acht Tage.

Um eine massenhafte Vermehrung der Tigermücke zu verhindern, können einfache Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden. Hierzu gehört sowohl das Ausschütten von kleinen Wasseransammlungen in Eimern, Gießkannen und Sonstigem, als auch die wöchentliche Erneuerung von Wasser in z. B. Vogeltränken und Planschbecken sowie deren Reinigung. Dabei sollte das Wasser nicht in den Ausguss geschüttet, sondern direkt ausgegossen werden, um die Eier und Larven nicht durch die Abwässer zu verbreiten. Regentonnen können so abgedichtet werden, dass die Eiablage nicht stattfinden kann. Ein naturnaher Gartenteich hingegen stellt durch Fressfeinde wie Fische, Libellenlarven, Wasserkäfer und Wasserwanzen keinen Ort der massenhaften Vermehrung von Stechmücken dar. Um Stechmücken zu reduzieren, sollten diese natürlichen Gegenspieler im Teich gefördert werden. Weitere Informationen dazu unter https://soziales.hessen.de/Gesundheit/Klimawandel-und-Gesundheit/FAQ-zur-Tigermuecke.

Wer vermutet, eine Tigermücke entdeckt zu haben, meldet den Fund, am besten mit Foto, bitte an klimaanpassung-muecken@hlpug.hessen.de, oder informiert die städtischen Biologen Dr. Markus Bucher (06102/241764, markus.bucher@stadt-neu-isenburg.de) und Dr. Ellen Pflug (06102/241720, ellen.pflug@stadt-neu-isenburg.de).

(Text: PM Stadt Neu-Isenburg)