Wiesbaden: 1.700 geflüchtete Menschen besuchen die Jobbörse am 1. Mai

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(Symbolfoto: loufre auf Pixabay)

Passend zum Tag der Arbeit öffnete der Schlachthof in Wiesbaden am Sonntag, 1. Mai, die Türen zu einer Jobbörse für geflüchtete Menschen.

Die vom Dezernat für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration organisierte Veranstaltung bündelte Job- sowie Beratungsangebote an insgesamt 36 Ständen. Neben Unternehmen aus den Bereichen der Pflege, Gastronomie, Informationstechnologie sowie Baubranche waren auch zahlreiche Beratungsstellen vertreten. Auch die Landeshauptstadt Wiesbaden mit den Abteilungen Kindertagesstätten und Grundschulkinderbetreuung des Amtes für Soziale Arbeit sowie die städtische Betriebe Mattiaqua und die ESWE Verkehr präsentierten sich als potentielle Arbeitgebende für geflüchtete Menschen.

Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn warteten hunderte Interessierte auf den Einlass. Diese positive Resonanz blieb über den gesamten Tag erhalten, sodass im Ergebnis rund 1.700 Geflüchtete an der Jobbörse teilnahmen. Doch das Format traf nicht nur bei geflüchteten Menschen in Wiesbaden auf Zustimmung. Auch Ukrainer/-innen aus Marburg, Mainz, dem Main-Taunus-Kreis sowie Rheingau zählten zu den Besuchenden. Aber auch die ausstellenden Unternehmen waren überwältig von den großen Interesse der geflüchteten Menschen. Sozialdezernent Christoph Manjura freut sich über die positive Bilanz und sagt: „Das Format hat sich bewährt, sodass auch andere Kommunen dem Beispiel Wiesbadens folgen könnten.

Ein großer Dank gilt den knapp 30 ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetschern, die Sprachbarrieren beseitigten und damit maßgebend zum Erfolg der Jobbörse beitrugen. Ferner bedankt sich Stadtrat Manjura beim Schlachthof Wiesbaden für die kostenfreie Nutzung der Halle sowie für die hervorragende Zusammenarbeit.

Neuer kostenloser Service für alle Jobsuchenden

„Wichtig ist jedoch, dass die Integration in den Arbeitsmarkt nicht nur einmalig gefördert wird“, sagt Manjura und freut sich, dass geflüchtete Menschen, die nicht an der Jobbörse teilnehmen konnten oder sich weiterhin für andere Berufsfelder interessieren, nun auch die Möglichkeit der digitalen Jobsuche haben: „Das kommunale Jobcenter Wiesbaden bietet einen neuen kostenlosen Service für alle Jobsuchenden an: Eine Meta-Stellenbörse für das gesamte Stadtgebiet und Umgebung“.

Unter der Internet-Adresse https://www.jobzentrale-wiesbaden.de/ werden täglich aktuell alle freien Stellen, inklusive Ausbildungs- und Praktikumsstellen, aus Wiesbaden und der Umgebung (bis 50 Kilometer) eingestellt. Das System berücksichtigt Stellenbörsen, Tageszeitungen und Firmenhomepages. Eine zeitintensive Suche in den verschiedensten Portalen ist somit nicht mehr nötig, da sich alle offenen Stellen gezielt und einfach über die JobZENTRALE finden lassen. Dies beinhaltet, neben einer gelisteten Ansicht, auch die Möglichkeit sich die Jobs in der Umgebung visualisiert auf einer Karte anzeigen zu lassen. Zusätzlich besteht die Option sich Routen, Zug- und Busverbindungen, sowie die Fahrtzeiten zum potentiellen neuen Arbeitsort anzeigen zu lassen.

Aus aktuellem Anlass lässt sich die komplette Seite mit einem Klick ins Ukrainische übersetzen und unterstützt damit die zahlreichen geflüchteten Menschen aus der Ukraine bei der Arbeitsuche. Aber nicht nur das: Jede Stellenanzeige kann in 65 Sprachen übersetzt werden.

„Die JobZENRALE bietet eine zeitgemäße Infrastruktur für Jobsuchende in Wiesbaden, welche maximale Nutzungsmöglichkeiten für sämtliche Zielgruppen ermöglicht“, erklärt Sozialdezernent Manjura und zeigt sich begeistert von der digitalen Jobsuche.

Das Portal lässt sich auf jedem Computer mit Internetverbindung aufrufen und ist zusätzlich für die Nutzung mit dem Smartphone oder Tablet optimiert.

Infos: www.jobzentrale-wiesbaden.de.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)