Ukraine-Krisenstab Darmstadt: Umfangreiches Angebot der offenen Kinder- und Jugendhäuser

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(Grafik: ELG21 auf Pixabay)

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Krieg gegen die Ukraine hat sich in seiner Sitzung vom gestrigen Mittwoch, 4. Mai, vor allem mit dem umfangreichen Angebot der städtischen Kinder- und Jugendhäuser für geflüchtete Kinder und der unbürokratischen Registrierung und Leistungserbringung für Schutzsuchende aus der Ukraine beschäftigt.

Neben dem Bildungs- und Teilhabepaket, das Unterstützungsleistungen speziell zur Förderung von Kindern und Jugendlichen z. B. für den Schulbedarf, für Klassenfahrten, Lernförderung oder für kostenfreies Mittagessen zur Verfügung stellt, bietet die Wissenschaftsstadt Darmstadt in ihren insgesamt 18 Kinder- und Jugendhäusern Orte zum Spielen, Entspannen, gemeinsamen Kochen an – und um andere Kinder und Jugendliche kennenzulernen und sich auszutauschen.

„Nachdem in den ersten Tagen oder Wochen nach der Ankunft der Wunsch nach Ruhe und Erholung sowie einem sicheren Aufenthaltsort im Mittelpunkt stehen, möchten wir den Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen Wege in die Angebote und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt ermöglichen. Dort arbeiten erfahrene Fachkräfte, die vielfältige zielgruppen- und lebensweltorientierte Angebote bereitstellen, immer ein offenes Ohr für Kinder und Jugendliche haben, gern für diese zu verschiedenen Themen ansprechbar sind oder einfach Zeit mit ihnen verbringen. Wir freuen uns, wenn wir zukünftig auch mehr junge Menschen aus der Ukraine in unseren Einrichtungen begrüßen dürfen“, erläutert Bürgermeisterin Barbara Akdeniz das städtische Betreuungsangebot.

Um die Angebote besser bekannt zu machen, hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt dazu eine Postkarte in deutscher sowie in kyrillischer Schrift erstellt. „Sie ist eine herzliche Einladung an alle ukrainischen sowie deutschen Kinder und Jugendliche, die Angebote in unseren Kinder- und Jugendhäusern zu nutzen. Diese sind in der Regel ab nachmittags für euch offen. Traut euch einfach und schaut vorbei“, so Akdeniz weiter.

Eine aktuelle Übersicht mit Orten und Öffnungszeiten der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt und auch die neuen digitalen Postkarten gibt es online unter www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/soziales-und-gesellschaft/kinder-und-jugendliche.

Unbürokratische Registrierung sowie medizinische oder finanzielle Unterstützung für Schutzsuchende

Darüber hinaus hat sich der Krisenstab mit der unbürokratischen Registrierung und medizinischen oder finanziellen Unterstützung für Schutzsuchende aus der Ukraine beschäftigt. Durch die geplante Zugangserleichterung in die Sozialleistungsgesetze wird ab Juni ein stärkerer Zuzug in Ballungszentren, insbesondere auch für Darmstadt erwartet. „Sollten Sie zu Bekannten, Angehörigen und Verwandten zugereist sein und dort eine Unterkunft gefunden haben, ist es zuerst erforderlich, sich beim Einwohnermeldeamt und der Ausländerbehörde zu registrieren. In der Folge erhalten Sie dann eine Bescheinigung über die Antragsstellung mit der Sie auch einer Arbeit nachgehen dürfen. Sollten Sie Geld zum Lebensunterhalt benötigen oder medizinische Unterstützung erforderlich sein, ist es dringend notwendig, sich beim Amt für Soziales und Prävention zu melden. Dies gilt auch, wenn ein Verbleib bei Ihren Bekannten, Verwandten oder Angehörigen nicht mehr möglich ist“, erläutert Akdeniz die Schritte zur Anmeldung und Leistungserbringung.

Wie die AG-Unterbringung berichtet, sind in den beiden Notunterkünften im Bürgermeister-Pohl-Haus und in der Sporthalle an der Alsfelder Straße aktuell keine geflüchteten Personen untergebracht. Für den morgigen Donnerstag, 5. Mai, werden zwölf Schutzsuchende zur Unterbringung in Darmstadt erwartet, die nach ihrer Ankunft direkt in die von der Wissenschaftsstadt Darmstadt bereitgestellten Unterkünfte verteilt werden. Von den derzeit insgesamt 1483 offiziell in Darmstadt registrierten Schutzsuchenden, sind 449 in Hotels, 80 vom Amt für Soziales und Prävention in private Haushalte vermittelt und 792 Personen bei Familie, Freunden und Bekannten untergebracht. Die Zahl der Personen, die eine eigene Wohnung gefunden haben, steigt weiter deutlich, auf 162.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)