Eppertshäuser ist zweifacher Deutscher Vizemeister im Monoski

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Auf dem Monoski immer erfolgreicher unterwegs: der Eppertshäuser Leon Gensert, der sich trotz Abiturplänen auch sportlich immer höhere Ziele steckt. (Foto: privat)

Der 17-jährige Monoski-Fahrer Leon Gensert triumphiert im April im Slalom und Riesenslalom der Männer / Nächstes Ziel ist die WM

Der Eppertshäuser Leon Gensert ist zweifacher Deutscher Vizemeister im Monoskifahren geworden. In der Kategorie „Herren sitzend“ sicherte sich der 17-Jährige, der auf die Dieburger Alfred-Delp-Schule geht und dort 2024 sein Abitur machen will, im April im Slalom sowie im Riesenslalom den zweiten Platz. Auch darüber hinaus war die nun beendete Monoski-Saison erfolgreich für den jungen Mann, der seit einem seltenen Rückenmarks-Infarkt im Juni 2018 gelähmte Beine hat.

So nahm Gensert erstmals bei einem Rennen im Europacup teil, wo wegen der Weltmeisterschaften und Paralympics in dieser Saison keine weiteren Wettkämpfe zustande kamen. Vier Teilnahmen hingegen verbuchte der Eppertshäuser in der deutschen Skiliga – einem nationalen Wettbewerb für Nachwuchssportler ohne Handicap, an dem auch die deutsche Para-Mannschaft erstmals teilnahm. In diesem Format wird über die Handicap-Faktoren ein vergleichbares Ergebnis ermöglicht. Damit ist dies einer der wenigen Wettbewerbe, bei dem Para- und „normale“ Sportler gegeneinander antreten.
Beim Saisonfinale in Oberjoch wurde Leon Gensert unter 60 Startern 23. In der Altersklasse U18 schaffte er es mit Platz drei als erster Para-Athlet überhaupt auf das „Stockerl“. Beim Para-Ski Deutschland Cup, der über die gesamte Saison und alle Teilnehmer gewertet wurde, erreichte er den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Damit steckt Leon Gensert seine Ziele einmal mehr höher. Künftig möchte er sich noch für die Teilnahme an ersten Weltcups und für die WM in Schweden qualifizieren. Das große Fernziel hat der ambitionierte Monoski-Fahrer (wie berichtet) ohnehin schon definiert: Trotz der schulische Herausforderungen an der ADS in den nächsten beiden Jahren strebt er die Teilnahme an den Paralympischen Winterspielen. 2026 in Cortina d’Ampezzo an. Seit diesem Winter kennt er auch seine Klassifizierung: Das Talent fährt in der Klasse 12-1. Kategorisiert wird je nach Beinfunktion und Rumpfstabilität, in die Gruppen „stehend“, „gehbehindert“ und „sitzend“ – in Leons Fall letztgenannte.

(Text: jedö)