Offenbach: Eine lebensgroße Kippe zwischen Obst und Gemüse

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Gemeinsam gegen die Vermüllung im öffentlichen Raum: Gabi Klußmann, Christian Loose, die beiden Promoterinnen, die die Aktion begleiteten, Daniel Thomas vom Theaterclub Elmar als Kippi, Christine Herkströter, Christian Broos und Oliver Gaksch. (Foto: Stadtwerke Offenbach)

Stadt und Stadtwerke informierten auf dem Wochenmarkt über die Gefahren durch Zigarettenkippen und das erhöhte Bußgeld für die illegale Entsorgung

Es war kalt und nass an diesem Tag auf dem Wochenmarkt und trotzdem strahlten viele Kundinnen und Kunden, zückten die Handys und machten sich gegenseitig auf eine ungewohnte Attraktion aufmerksam: Die Stadtwerke Offenbach und das städtische Ordnungsamt ließen einen Schauspieler des Theaterclubs Elmar in einem Zigarettenkippen-Kostüm zwischen den Ständen umherlaufen. Die Aktion war Teil der Kampagne „Respect Offenbach“, mit der Stadt und Stadtwerke gemeinsam gegen das Littering, die Vermüllung im öffentlichen Raum vorgehen.

Derzeit ist das Schwerpunkt-Thema das illegale Wegschnippen von Zigarettenkippen. Auf 75 Euro pro weggeschnippter Kippe hat die Stadt das Bußgeld dafür erhöht. Darauf und auf die Gefahren für die Umwelt und das Grundwasser, die von den rund 15 Jahre überdauernden Kippen auf dem Boden und in Gehwegritzen ausgehen, wollte die laufende Kippe aufmerksam machen. Sie und zwei Begleiterinnen sowie die Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Stadtwerke an einem Infostand neben Streichholzkarlchen verteilten Informationsmaterial sowie Taschenaschenbecher für die saubere Entsorgung von Zigarettenstummeln unterwegs. Denn die kleinen Kippen sind nicht nur giftig, sie lassen Plätze und Gehwege auch ungepflegt aussehen und wirken sich negativ auf das Stadtbild aus.

Solidarität mit den Mitarbeitern der Straßenreinigung

Mit dabei am Infostand waren Christian Loose, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebs der Stadt Offenbach, Frank Weber, stellvertretender Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Christian Broos von der Stabsstelle Sauberes Offenbach, Christine Herkströter, Leiterin der Abfallberatung der Stadtwerke und ihr Mitarbeiter Oliver Gaksch sowie Gabriele Klußmann, stellvertretende Leiterin der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke. Sie warben auch um Solidarität mit den Mitarbeitern der Straßenreinigung des Stadtservices. Denn diese bekommen gerade auf dem Wochenmarkt die Kippen selbst mit Reisigbesen kaum oder gar nicht aus den Tiefen der Fugen im Kopfsteinpflaster.

Die Aktion am Wochenende stieß auf reges Interesse und große Zustimmung bei den Marktbesucherinnen und –besuchern. Zwar sagten fast alle, dass sie nicht oder nicht mehr rauchen, nahmen aber Taschenaschenbecher für Bekannte mit und wünschten der Kampagne viel Erfolg.

Und für einen Passanten war die Begegnung mit Kippi fast wie das Treffen mit einem alten Freund. Er wollte unbedingt ein Selfie mit der Figur machen und verriet hinterher auch den Grund: Auf den Wochenmarkttag genau vor drei Monaten hatte er das Rauchen aufgegeben. Damit spart er nicht nur das Geld für die Zigaretten, er läuft auch nicht mehr Gefahr, 75 Euro Bußgeld für das Kippenschnippen zahlen zu müssen.

(Text: PM Stadt Offenbach)