Offenbach: Neue digitale Stadtinformationsanlagen gehen in den Betrieb

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Im Bild (v.l.): OSG-Geschäftsführer Fabian El Cheikh, Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, OSG-Geschäftsführerin Regina Preis, DSM-Geschäftsführer Dirk Geßner und Steffen Decker, Regionalleiter Mitte von Ströer/DSM. (Foto: Steffen Decker)

In der Offenbacher Fußgängerzone sowie am Wilhelmsplatz sind sieben völlig neue digitale Stadtinformationsanlagen in den Betrieb gegangen. Eine achte erweitert das Netz nach dem Umbau des Marktplatzes.

Die Anlagen können unter anderem vom örtlichen Einzelhandel zur Bewerbung eigener Angebote gebucht werden und ergänzen das seit über 20 Jahren in Offenbach bestehende analoge Werbeträgernetz des Unternehmens Ströer Deutsche Städte Medien GmbH (Ströer). Grundlage ist ein langjähriger Pachtvertrag zwischen Ströer/DSM und der Offenbacher Stadtmarketinggesellschaft (OSG), die im Auftrag der Stadt Offenbach die Werberechte auf den öffentlichen Flächen der Stadt vermarktet.

„Mit den neuen Anlagen erhält der örtliche Einzelhandel in der Innenstadt eine zusätzliche Möglichkeit, für sich zu werben und auf eigene Angebote und den persönlichen Service aufmerksam zu machen, mit dem sich die Geschäfte von der übermächtigen Online-Konkurrenz abheben können“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Die neuen Anlagen ähneln den Infoscreens, wie sie in vielen Stationen der S- und U-Bahnen im Einsatz sind. Sie richten sich auch mit kurzen wissenswerten und unterhaltsamen Einblendungen sowie Kurznachrichten und Wettervorhersagen an das Publikum. „Die neuen digitalen Informationsanlagen kann die Stadt darüber hinaus selbst nutzen, um die Besucherinnen und Besucher unserer Innenstadt über eigene redaktionelle Inhalte wie städtische Nachrichten sowie Veranstaltungshinweise oder Baustellen- und Gefahrenmeldungen auf dem Laufenden zu halten“, so OB Schwenke.

Wichtige Einnahmen zur Finanzierung der beiden städtischen Großfeste

Über die Vermarktung der öffentlichen Werbeflächen erzielt die OSG wichtige Einnahmen zur Finanzierung der beiden städtischen Großfeste Mainuferfest und Lichterfest, die von der OSG veranstaltet werden. OB Schwenke: „Mit diesen Einnahmen, die den Haushalt der Stadt Offenbach in nennenswerter Höhe entlasten, sind wir in der Lage, aktive Vereinsförderung zu betreiben, indem wir das Mainuferfest und das Lichterfest weitgehend kostenlos für die Vereine organisieren.“

Mit Ströer steht die OSG in einer langjährigen vertraglichen Beziehung: Während das Unternehmen im Gegenzug für die erzielten Werbeerlöse hohe Investitionen in die Bereitstellung, Pflege und Wartung der Anlagen – darunter zählen auch die Wartehäuschen an den Bushaltestellen im Stadtgebiet – tätigt, erhält die OSG jährlich feste Pachterlöse zur Finanzierung von Marketingaktivitäten und der beiden Großveranstaltungen. In Zusammenarbeit mit weiteren deutschen Städten hat Ströer bereits vor einigen Jahren die Digitalisierung im öffentlichen Raum gestartet. Durch das digitale Portfolio hat sich das Unternehmen zu einem wichtigen Ansprechpartner für urbane Informationsnetze im öffentlichen Raum entwickelt und leistet so seinen Beitrag zur kommunalen Vision einer Smart City. „Die Screens können zusätzlich zu den genannten Inhalten auch relevante Service-Infos zu Veranstaltungen oder Verkehrsleitinformationen anzeigen und dienen als offizieller Multiplikator für Warnmeldungen. Besonders in der aktuellen Zeit können Städte die Bevölkerung hierüber über aktuelle Themen unmittelbar und direkt im öffentlichen Raum reichweitenstark informieren“, sagt Alexander Stotz, CEO Ströer Media Deutschland GmbH Auch Gefahrenlagen können in Echtzeit öffentlich bekannt gemacht werden.

Digitale Stadtinformationsanlagen im Überblick

In Offenbach wurden jetzt sieben Stadtinformationsanlagen im Bereich der Fußgängerzone und am Wilhelmsplatz in Betrieb genommen. Eine weitere Anlage wird nach Abschluss der Neugestaltung des Marktplatzes errichtet. Die Screens werden mit Ökostrom betrieben und zeigen in einer dreiminütigen Programmschleife Werbung, redaktionelle Inhalte und regionale Themen wie städtische News, Veranstaltungs- oder Verkehrshinweise. Zusätzlich sollen in Offenbach sechs weitere großformatige Anlagen entstehen, die sich an Autofahrende richten.

Für die Genehmigung der Standorte arbeitete die OSG-Geschäftsführung um Regina Preis und Fabian El Cheikh mit den städtischen Fachämtern (Stadtplanung sowie Bauaufsicht, Feuerwehr und Ordnungsamt) und Ströer/DSM eng zusammen. Grundlage ist ein langjähriger Pachtvertrag bis 2030, der 2014 nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren und langen Vertragsverhandlungen mit Ströer/DSM geschlossen wurde. Insgesamt verpachtet die OSG nun rund 550 Werbeflächen im Stadtgebiet, darunter allein 162 Litfaßsäulen und 132 Buswartehallen. Durch die rege Bautätigkeit in der Stadt entfallen jedoch immer wieder temporär Standorte. Für die Installation, Wartung, Reinigung und Reparaturen ist Ströer/DSM zuständig. Im Rahmen dieses Vertrages können Vereine und Kulturtreibende weiterhin die rund 120 Dreieckständer im Stadtgebiet für eigene Hinweise und Veranstaltungen nutzen.

(Text: PM Stadt Offenbach)