Darmstadt: Sanierung des Platanenhains kann deutlich früher beendet werden

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Platanenhain in Darmstadt. (Foto: Ulrich Mathias)

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung den Bericht des Grünflächenamtes zur Sanierung des Platanenhains zur Kenntnis genommen. Er beinhaltet vor allem die Zusammenlegung der beiden kommenden und letzten Bauabschnitte.

„Der Platanenhain ist ein Gesamtkunstwerk, das Elemente der Natur und der Architektur meisterhaft kombiniert. Zu Recht lieben und schätzen die Darmstädterinnen und Darmstädter diesen Ort, der durch die Anerkennung der Mathildenhöhe als Unesco-Welterbe zusätzlich herausgehoben wird“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Die jetzt vorgenommene Änderung im Sanierungsablauf bedeutet, dass die Maßnahme bereits 2023 abgeschlossen werden kann, deutlich früher als ursprünglich geplant, was für alle Freunde des Platanenhains, Besuchende, touristische Gäste und nicht zuletzt die Boule-Spielenden eine sehr gute Nachricht ist.“

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Februar des vergangenen Jahres die Sanierung des Platanenhains beschlossen. Von Januar bis April 2022 wurde der erste Sanierungsabschnitt umgesetzt. Nun gibt es Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesem ersten Bauabschnitt, die eine veränderte Vorgehensweise für die weitere Sanierung ermöglichen – laut Grünflächenamt ist es zweckmäßig, den zweiten und dritten Sanierungsabschnitt zusammenzulegen.

Wurzeln der Bestandsbäume bei den Grabungsarbeiten möglichst unbeschadet erhalten

Im ersten Sanierungsabschnitt wurden drei Gräben in West-Ost-Richtung hergestellt, vorhandener Boden gegen neues Substrat ausgetauscht, Belüftungsrohre gesetzt und die ersten Sensoren zur Messung der Feuchte im Boden eingebaut. Der Baum- und Wurzelschutz der Bestandsbäume hatte bei allen Arbeiten Priorität. Es wurde alles daran gesetzt, die vorhandenen Wurzeln der Bestandsbäume bei den Grabungsarbeiten möglichst unbeschadet zu erhalten.

„Die dabei gewonnenen Erfahrungen zeigen nun, dass eine Verteilung der Grabungen auf drei Jahre aus Baumschutzgründen, wie ursprünglich angenommen, nicht erforderlich ist“, erläutert Umweltdezernent Michael Kolmer. „Es sind nur wenige Wurzeln vorhanden und eine schnelle Verbesserung der Bodenverhältnisse ist wichtiger für die Bäume, als separate Abschnitte mit Ruhephasen zwischen den Grabungen vorzusehen.“

Die Bewässerungsleitungen werden daher nicht separat im dritten Bauabschnitt, sondern parallel zur Herstellung der Gräben und Baumbeete im kommenden, zweiten und letzten Abschnitt eingebaut. Die verbleibende Belagsfläche aus wassergebundener Wegedecke wird dann sofort in einem Einbauvorgang dauerhaft hergestellt. Durch dieses komprimierte Vorgehen verringert sich die notwendige Befahrung des Platanenhains mit Baufahrzeugen sichtbar. Es sind weniger Wege zurückzulegen und weniger An- und Abtransport von Belagsschichten müssen vorgenommen werden. „Wichtige Faktoren, die bewirken, dass die Bestandsbäume und ihre Wurzelbereiche deutlich mehr geschont werden als mit der Verteilung auf separate Bauabschnitte“, so Kolmer.

Für den zweiten und letzten Sanierungsabschnitt ergibt sich somit eine Bauzeit von Oktober 2022 bis voraussichtlich Mai 2023. In diesem abschließenden Bauabschnitt werden insgesamt 40 Bäume gefällt und neu gepflanzt sowie weitere sechs Bäume als Ergänzung des Rasters im Hain ergänzend gepflanzt. Ebenso werden alle technischen Einbauten für die Bewässerung eingebaut. Für die Bevölkerung wird der Platanenhain während dieser Zeit nicht zugänglich sein.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)