Darmstadt: Gravierende Mängel bei Buskontrollen

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(Grafik: Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay)

Teils gravierende Mängel stellten Beamte des Polizeipräsidiums Südhessen im Rahmen von Kontrollen des internationalen Fernreiseverkehrs am gestrigen Donnerstag (16.), in der Zeit zwischen 8 und 16.30 Uhr, auf den Autobahnen rund um Darmstadt bei Reisebussen fest.

Unterstützt wurden die südhessischen Kontrolleure hierbei von Polizeikräften aus Nordhessen, Südosthessen und Frankfurt sowie von Kolleginnen und Kollegen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie dem Saarland. Ebenfalls in die Kontrollmaßnahmen eingebunden waren der Zoll und Mitarbeiterinnen des Regierungspräsidiums Darmstadt.

13 Omnibusse und 195 Personen wurden auf dem Gelände der Polizeiautobahnstation näher unter die Lupe genommen. Sieben Busse wurden von der Polizei beanstandet.
Zwei Fahrer eines Reisebusses aus Osteuropa waren zum Kontrollzeitpunkt um 14 Uhr seit 32 Stunden nonstop unterwegs. Sie starteten am frühen Mittwochmorgen gegen 6 Uhr (15.), nahmen unterwegs ihre Schaublätter aus dem Fahrtenschreiber und stellten sich selbst Urlaubs- und Hotelbescheinigungen aus.

Die Weiterfahrt wurde von der Polizei untersagt. Es wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 4350 Euro fällig. Im Bus wurden weiterhin 90 Kilogramm Fleisch und Käse entdeckt, die nicht nach Deutschland hätten eingeführt werden dürfen. Die nicht industriell verpackten und nicht gekühlten Lebensmittel wurden sichergestellt. Es wurde Anzeige nach dem Tierseuchengesetz erstattet.

Bei einem weiteren osteuropäischen Reisebus wurden gravierende technische Mängel an den Türen festgestellt. Der Türschließdruck war deutlich zu hoch. Hierdurch hätten erhebliche Personenschäden entstehen können. Auch hier untersagten die Ordnungshüter die Weiterfahrt. Zur Sicherung des Verfahrens wurden an Ort und Stelle über 700 Euro erhoben.

Nicht weiterfahren durften auch ein Busfahrer und seine Fahrgäste mit einem Omnibus, der neben abgefahrenen Reifen, eine nicht einwandfrei funktionierende Bremse und Schäden an der Vorderachse aufwies. Die Kontrolleure erhoben 1100 Euro Sicherheitsleistung.

Insgesamt wurde im Rahmen der Kontrolle fast 10.000 Euro Sicherheitsleistungen fällig. Fünf Strafverfahren, unter anderem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Fälschung beweiserheblicher Daten sowie 12 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet.

In einem Linienbus saß zudem eine 31 Jahre alte Frau, die per Haftbefehl gesucht wurde. Sie konnte nach Begleichung der ausstehenden Geldstrafe von 600 Euro ihre Fahrt aber anschließend wieder fortsetzen.

(Text: PM Polizei Südhessen)