Modellprojekt: Runder Tisch Geburts- und Hebammenhilfe

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(Symbolbild: Luma Pimentel auf Unsplash)

Modellprojekt für Wiedereinstieg von Hebammen in die klinische Geburtshilfe vorgestellt

Auf Einladung von Sozial- und Integrationsminister Kai Klose ist erneut der Runde Tisch „Zukunftsprogramm Geburts- und Hebammenhilfe in Hessen“ zusammengekommen. Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Hebammen, Geburtskliniken und -häusern, Eltern, Hebammenschulen, Frauen-, Kinder- und Jugendärztinnen sowie -ärzten, Krankenkassen und Kommunalen Spitzenverbänden zusammen. Die Teilnehmer*innen wurden u.a. über die Zwischenergebnisse zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches informiert und das Modellprojekt Kreißsaal – „Wiedereinstieg von Hebammen in die klinische Geburtshilfe“ wurde vorgestellt.

Das Modellprojekt wird in diesem Sommer am Bürgerhospital in Frankfurt am Main starten und vom Land Hessen gefördert. „Ziel des Projekts ist, bereits ausgebildeten Hebammen, die aus der klinischen Geburtshilfe ausgeschieden sind, wieder dauerhaft für den Kreißsaal zurückzugewinnen und so die Geburtshilfe in Hessen langfristig zu verbessern“. Um diese Ziel zu erreichen, werden interessierte Hebammen und die bereits bestehenden Hebammen-Teams von Anfang an eng begleitet.

12 Wochen Wiedereingliederungs-Programm

Am Wiedereinstieg interessierte Hebammen werden über verschiedene Kommunikationskanäle angesprochen. Das Wiedereingliederungs-Programm dauert insgesamt zwölf Wochen und enthält sowohl praktische als auch theoretische Einheiten, damit die Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger auf dem aktuellen medizinischen Stand sind und sich an die Abläufe in der klinischen Geburtshilfe gewöhnen können. Jeder Wiedereinsteigerin bzw. jedem Wiedereinsteiger wird eine Hebamme als Mentorin bzw. Mentor zugeteilt. „Wir wollen jeder Frau eine sichere Geburt, jedem Kind ein gesundes auf-die-Welt kommen und Aufwachsen ermöglichen. Dazu ist eine gute Betreuung durch Hebammen sowie Ärztinnen und Ärzte von fundamentaler Bedeutung“, betonte Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Von 2022 bis 2024 sind zwei Projektdurchläufe mit jeweils acht bis 15 Wiedereinsteiger*innen geplant. Das Projekt wird über den gesamten Zeitraum wissenschaftlich begleitet und zum Abschluss evaluiert.

(Text: PM Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)