Hitzeschlacht beim 50 Kilometer-Ultramarathon des RLT Rodgau

201
Start durch den Bürgermeister. (Foto: RLT Rodgau)

Mit dem 18. Juni hatte der RLT-Rodgau e.V. einen Ausweichtermin für die 22. Auflage seines im Januar 2021 und 22, wegen der Corona-Maßnahmen, ausgefallenen 50 Kilometer-Ultramarathon gefunden.

Die Anmeldungen gestalteten sich schleppender als im Winter. Ausgerechnet am 18. Juni wurden die Temperaturen von 38 Grad vorausgesagt und gewarnt, sich körperlich anzustrengen. So standen am Samstag von den gemeldeten 509 Startern nur 196 an der Gänsbrüh und warteten auf den Startschuss des neuen Bürgermeisters Herrn Breitenbach, der sportlich mit dem Fahrrad erschien.

Der RLT Rodgau hatte sich viel einfallen lassen, um den Läuferinnen und Läufern den Tag so erträglich wie möglich zu gestalten: Die Startzeit wurde auf 9:00 Uhr vorverlegt, zusätzlich zur Verpflegung bei km 1 wurde eine Getränkestelle bei km 3 eingerichtet, beim Start- und Zieldurchlauf (der 10 mal durchlaufen wird), wurde zur Erfrischung eine Regendusche aufgestellt und nach der Verpflegung konnte man sich mit kühlem Wasser übergießen lassen, um den folgenden km in der Sonne, bei leichtem Wind und mit nassem Trikot gekühlt, besser zu überstehen. Die Zeiten wurden zweitrangig, die Devise hieß: Durchkommen!

Von den favorisierten vor angemeldeten Männern war nur einer am Start und der wurde Zweiter. Völlig überraschend gewann der 35-jährige Sven Höller vom LT Florstadt in 3:39:16 mit großem Vorsprung, so das er die letzte Runde auslaufen konnte. 2018 hatte er sein Ultradebüt in Rodgau gegeben, war bei jedem seiner 50 Kilometer-Läufe schneller geworden und wurde bei seinem 4. Start in Rodgau (7. Ultra gesamt) mit dem Sieg belohnt. Zweiter wurde wie bereits 2017 Enrico Wiessner von der LG Nord Berlin Ultrateam in 3:48:51. Den dritten Platz bei den Männern belegte, ebenfalls überraschend, Torsten Wambold von der LG Vfl/ SSG Bensheim in 3:54:58 – es war sein 4. Ultra und der erste bestzeitentaugliche.

Vor ihm, als Dritte gesamt, überlief die favorisierte amtierende Deutsche Meisterin im 50 km-Lauf, Katrin Ochs von der LG Fildern in 3:54:21 über die Ziellinie. Sie stand bisher bei vier 50 km-Läufen an der Startlinie und hat alle vier gewonnen. Die Zeit – eine hervorragende Leistung bei diesen Bedingungen. Denn die Zweite auf dem Treppchen, die erst 26 jährige Hannah Coenen aus Leipzig kam mit 4:16:36 ganze 22 Minuten später ins Ziel. Für sie war es der dritte Ultra (alle in Rodgau) und jeder schneller als der vorherige. Dritte wurde die auf der Favoriten- Liste stehende Natascha Bischoff von der LSG Karlsruhe in 4:18:26, Siegerin 50 km Marburg 2020 und 3. Platz in Rodgau 2017. Bis ins Ziel kämpften sich 113 Teilnehmer, davon 35 Frauen. Selbst die Letzten, die sich nach weit über 7 Stunden ins Ziel kämpften, wurden mit Beifall empfangen. Von den 7 Startern des RLT Rodgau erreichten vier das Ziel nach 10 Runden. Sportwart Thomas Fischer war das 18. Mal am Start und belegte mit 4:18:06 Platz 3 seiner AK, Platz 13 gesamt. Seine Frau Bärbel gewann bei ihrer 15. Teilnahme mit 5:07:44 ihre AK. Die RLT- Ultra-Debütantin Annett Sovonja lief als 4. ihrer AK in 5:48:40 über die Ziellinie und Lebensgefährte Thomas Schäfer, ebenfalls erster Ultra unter Wettkampfbedingungen, folgte in 5:54:50. Beide hatten in der Corona-Zeit bereits einige Male 50 km geschafft, allerdings ohne offizielle Zeitnahme und nie unter diesen äußeren Bedingungen. Wolfgang Lehmann lief 30 km in 2:33:26 als Vorbereitung für den Ironman Frankfurt. Thorsten Aull lief auch 30 km in 3:11:41 und ärgerte sich im nach hinein, dass er nicht weitergelaufen ist.

Stefanie Assion hatte sich bei den angekündigten Temperaturen gleich entschieden nicht durchzulaufen und beendete das Rennen nach 25 km und einer Zeit von 3:16:55.
Für die Organisatoren und fast 100 freiwilligen Helfer gab es von den Akteuren reichlich Lob und Dank für die tolle Betreuung unter den erschwerten klimatischen Bedingungen. Alle wollen das nächste Mal wieder kommen und hoffen, dass der Lauf am 28. Januar 2023 wieder bei gewohnten winterlichen Temperaturen stattfinden kann.

Der RLT-Rodgau e.V. bedankt sich beim Bürgermeisters Herrn Breitenbach und bei seinen Sponsoren: Sparkasse Langen-Seligenstadt, Fraport AG, Maingau Energie, AeroBee und Sebamed. Neu war der Verkaufs-Stand im Start- und Zielbereich vom Sportgeschäft NOWALALA Obertshausen. Vor dem Start und beim Runden-Durchlauf wurden die Sportler vom RLT- Streckensprecher Wolfgang Junker begrüßt und durch Musik von Peter Budszus zwischen km 2 und 3 motiviert. Von der Startnummernausgabe bis zum letzten Zieleinlauf fand die gesamte Veranstaltung erstmals im Freien an der Gänsbrüh statt, wo sich alle nach der Anstrengung im Schatten bei einer leichten Prise und reichlicher Bewirtung gut erholen konnten.

Weitere Informationen und Fotos sind in Kürze unter www.rlt-rodgau.de nachzulesen und einzusehen.

(Text/Fotos: PM RLT Rodgau e.V.)