22. Türkisches Filmfestival Frankfurt International startet

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(Symbolbild: Marc Fanelli auf Unsplash)

Das Türkische Filmfestival gehört zu den größten der Frankfurter Festivals und ist ein deutschlandweit wichtiges Forum für den türkischen Film. Seine Geschichte begann im Jahr 2000 unter dem Namen „Türkische Filmtage“ und hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt.

Im CineStar Metropolis, dem Filmforum Höchst und dem Kino im DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum in Frankfurt, aber auch in anderen Spielstätten in der Region präsentiert das Türkische Filmfestival Frankfurt International zwischen Sonntag, 26. Juni, und Freitag, 1. Juli, ein sehenswertes und vielschichtiges Programm.

„ERHEBE DEINE STIMME! – SESİNİ YÜKSELT! ist das Motto der 22. Ausgabe des Türkischen Filmfestivals Frankfurt International und ist all jenen Filmemachern gewidmet, die den Mut aufbringen mit ihren Filmen auf politische und gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. Filme, die neue (Alltags)Heldinnen und Helden erschaffen, die uns in schwierigen Zeiten inspirieren und uns hoffen lassen können“, erklärt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig.

Im seinem Hauptwettbewerb zeigt das Festival 16 aktuelle Filme aus der Türkei, die in Frankfurt um den Goldenen Apfel für den besten türkischen Spielfilm des Jahres antreten. Weitere Sektionen präsentieren Dokumentar- und Kurzfilme sowie deutsche und europäische Filme mit türkischer Thematik oder von einem türkischstämmigen Regisseur. Die Kategorie Forum Europa zeigt ganz dem diesjährigen Motto folgend, besonders couragierte Werke, so etwa drei internationale Coproduktionen von Frauen über Frauen: das ukrainisch-türkische Drama „Klodinike“ über die schwangere Irka, die sich weigert, ihr Haus in der Ukraine zu verlassen, die deutsch-saudi-arabische Koproduktion „Die perfekte Kandidatin“ über die Ärztin Myriam, deren berufliches Vorankommen aufgrund ihres Geschlechts verhindert wird, oder den iranisch-französischen Film „Ballade von der weißen Kuh“ über die Witwe Mina, die gegen die ungerechte Hinrichtung ihres Mannes kämpft.

Neben Preisen für aktuelle Filme, vergibt das Festival auch Ehren- und posthume Preise für das Lebenswerk. In diesem Jahr werden die Stars des türkischen Films Nur Sürer und Menderes Samancılar und die Darstellerin Renan Demirkan, die seit den 1980er Jahren insbesondere in zahlreichen deutschen Fernsehfilmen und Serien aufgetreten ist, geehrt und sind neben vielen anderen prominenten Filmschaffenden beim Festival zu Gast.

Das vollständige Programm und Abbildungen finden sich auf der Webseite des Festivals unter turkfilmfestival.de im Pressebereich. Das Festival wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt gefördert.

(Text: PM Stadt Frankfurt)