Jahreshauptversammlung EnerGo: 90 Tonnen Treihausgas eingespart

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Die EnerGo präsentiert stolz ihre Ergebnisse während ihrer jährlichen Generalversammlung in der Halle Uberach in Rödermark. Foto: EnerGo

Rodgau/ Rödermark Die Mitglieder der Bürger-Energiegenossenschaft Rodgau/Rödermark, kurz EnerGo, trafen sich zum Monatsende zu ihrer jährlichen Generalversammlung. Das Treffen fand in diesem Jahr in der Halle Urberach in Rödermark statt. In seinem Geschäftsbericht für den Vorstand informierte Volker Feldmann darüber, dass auch in diesem Jahr die Projekte gut gelaufen seien.

Der Jahresabschluss zeige, dass es der Genossenschaft gelungen sei, durch Einsparung von Kohlendioxid das Klima vor dem Treibhausgas zu schützen und gleichzeitig ökonomisch gewinnbringend zu arbeiten. Beide Anlagen arbeiten auf Pelletbasis und konnten folglich im letzten Jahr 90 Tonnen Treibhausgas einsparen. Außerdem wurde eine Verzinsung von 6,2 Prozent erzielt.

Franz Dürsch wies in seinem Bericht als Vorsitzender des Aufsichtsrats auf die Zuverlässigkeit der Pellet-Anlagen hin. Die Wärmeversorgung der Turngemeinschaft-1886 in Weiskirchen läuft seit 2013 und die Heizzentrale des Franziskushauses in Rödermark seit 2015. Mit beiden Anlagen habe die Genossenschaft im Laufe der Zeit sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie arbeiten vollautomatisch und sind vor allem zuverlässig. Die Prüfung der Arbeit des Vorstands zeige, so Dürsch, dass er hervorragend gearbeitet habe, und die Finanzen in Ordnung seien. Er dankte dem Vorstand für sein Engagement und seine erfolgreiche Arbeit.

Während der Aussprache zu den Berichten von Vorstand und Aufsichtsrat kam die Frage auf, warum trotz Umweltfreundlichkeit und Preisvorteil von Holz als Brennstoff keine weiteren Projekte akquiriert worden seien. Feldmann wies in seiner Antwort darauf hin, dass die Vorteile bei Verhandlungen zu neuen Projekten zwar zur Kenntnis genommen würden, die Entscheidungen allerdings stets für Gas als Energieträger getroffen würden. Dies könne sich bei neuen Projekten vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Gaskrise gegebenenfalls ändern. Bezüglich neuer Projekte berichtete Feldmann, dass in Planung sei, sich zusammen mit anderen Genossenschaften an einem Windpark zu beteiligen. Der Windpark ist im Bereich des Vogelsbergs geplant. Das Projekt könnte Anfang 2024 spruchreif und sehr profitabel werden, weil sich der Strompreis an der Börse, getrieben von den fossilen Brennstoffkosten, vervielfacht habe. Es wäre der erste größere Windpark in Hessen, der von Genossenschaften errichtet und betrieben werde.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden von den Mitgliedern der Genossenschaft einstimmig entlastet. Außerdem wurde beschlossen, den Ertrag des letzten Jahres an die Mitglieder auszuzahlen.

Bei der anschließenden Neuwahl des Aufsichtsrats wurden die bisherigen Mitglieder: Monika Lein, Franz Dürsch, Gert Schmalenbach und Mahfooz Malik in ihren Ämtern bestätigt.