Heimat- und Geschichtsverein Münster besucht Sonderausstellung „Frankfurt und der NS“

51
Das Wappen der Stadt Münster bei DIeburg vor einem Schattenriss
Der HGV Münster besucht gemeinsam mit Mitgliedern und Gästen das historische Museum in Frankfurt. Logo: HGV Münster

Der Heimat und Geschichtsverein lädt für Freitag, 15. Juli, 15 Uhr, zu einer gemeinsamen Exkursion nach Frankfurt ein. Ziel ist die Ausstellung “Frankfurt und der Nationalsozialismus” im Historischen Museum Frankfurt. Dort erleben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Führung durch die Sonderausstellung, die einen direkten Blick in die regionale Situation während des Nationalsozialismus (NS) bietet.

Im Jahr 2022 jährt sich das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft zum 77. Mal und im Historischen Museum gibt es die erste umfassende Ausstellung über die Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt und Umgebung. Es überrascht, wie schnell und gründlich sich das zuvor so liberale und weltoffene Frankfurt unter seinem neuen Oberbürgermeister Friedrich Krebs der NS-Ideologie angeschlossen hat. Die Stadt sollte systematisch zu einer nationalsozialistischen Vorzeigestadt gemacht werden. Universitätsinstitute waren an der rassenideologischen Forschung sowie an der Umsetzung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik beteiligt. Um den Ruf als “Stadt der Juden und Demokraten” abzuschütteln, wurde die NS-Politik gegenüber der jüdischen Einwohnerschaft mit besonderer Vehemenz vorangetrieben. Das lange gehegte Bild der Stadt als “widerständig” wird in der Ausstellung hinterfragt und die Beteiligung der Bevölkerung Frankfurts, ihrer Verwaltung, Universität und Wirtschaft am nationalsozialistischen System verdeutlicht.
Das Aufzeigen von personellen und institutionellen Kontinuitäten nach 1945 sowie mentalitätsgeschichtlichen Entwicklungslinien vor und nach der Zeit des Nationalsozialismus ermöglicht eine selbstkritische Reflexion und soll alltäglichen, ideologischen und institutionellen Fortwirkungen des Nationalsozialismus entgegenarbeiten. Verantwortlich für die Organisation der Führung durch die Sonderausstellung ist Rosi Haus vom HGV-Münster.

Die Teilnehmer treffen sich am Freitag, 15. Juli, um 14.45 Uhr in der Eingangshalle des historische Museums, Saalhof 1. Eingeladen sind Mitglieder und alle Interessierten, die mit einer sehr sehenswerten Ausstellung einen kritischen Blick in unsere regionale Vergangenheit wagen möchten.

Wer gemeinsam mit dem Zug nach Frankfurt fahren möchte, der findet in Münster einen Zug um 13:16 Uhr, umsteigen in die S-Bahn – Abfahrt in Ober-Roden um 13:28 Uhr, bis zur Hauptwache in Frankfurt um 14:07 Uhr. Mit dem aktuellen 9,-€-Ticket ist das eine gute Möglichkeit. Der Eintritt in das Museum kostet pro Person 10,-€ und die Führung wird durch den Heimat-und Geschichtsverein getragen. Wer Lust hat, kann hinterher noch ein gemeinsames Schöppchen in Frankfurt genießen.

Verbindliche Anmeldung bitte unter: rosi.haus@verdi.de.