Kultursommer Rodgau: “Großes Welttheater” feiert doppeltes Jubiläum

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Joachim Schwab (von links), Bettina Hartmann, Steffen Hartmann (Welttheater), Piotr Konczewski (Musikschule), Werner Kremeier und Horst Neckermann (Maximal) freuen sich auf den Kultursommer in Rodgau. Foto: AH

Rodgau (AH) Mit dem Stück die “Die Gestrandeten”, geschrieben von Thomas Auerswald, feiert die Theatergruppe “Großes Welttheater” in diesem Jahr ein Doppeljubiläum – 75 Jahre Erstaufführung im Jahr 1946 und 25 Jahre Theatergruppe “Großes Welttheater“.

54 Akteure werden in dem Fünfakter zusehen sein und manche in mehreren Rollen. Es ist eine zeitliche Turboleistung, denn die Proben konnten erst sehr spät anfangen, war man durch Corona in der Probenarbeit durch die Vorgaben sehr eingeschränkt und es gab auch dauernden Ausfällen wegen Erkrankungen und Quarantäne. Trotzdem ist Regisseurin Bettina Hartmann zuversichtlich, dass bis zu den Aufführungen am 15. bis 21. September und alles steht. Auch den Entwurf der Bühne und des Bühnenbildes hat Steffen Hartmann schon fertig.

Zentraler Ort des Geschehens wird der Bahnhof Nieder-Roden mit Wartesaal und Schnellrestaurant sein und der Hintergrund wird ein 42 Quadratmeter großes Aquarell mit der Silhouette von Nieder-Roden sein.

Wer die Aufführungen der Theatergruppe über die Jahre verfolgt hat, wird viele Figuren aus den anderen Stücken, die bisher gespielt wurden, wiedererkennen, die mit der Bahn ankommend in Nieder-Roden „stranden“. Aber die Aufführung wird nicht das einzige besondere Ereignis auf dieser 12 mal 12 Meter großen Bühne hinter dem Feuerwehrhaus Rodgau-Süd sein.

Auch die Freie Musikschule Rodgau und das „Maximal“ werden sie zu Veranstaltungen nutzen, die sonst aus Platzgründen nicht möglich sind. Das „Maximal“ präsentiert am 4. und 18.September die elfköpfige „Bluesbrother-tribute-Show“ mit Jake&Elwood im Look and Feel von John Belushi und Dan Akroyd sowie die die „Little River Eagels“, die sich der Musik der Band „Eagels“ und der „Litlte River Band“ widmen.

Dritter im Bunde für diesen Rodgauer „Kultur-Spätsommer“ ist die Freie Musikschule. Koloratursopranistin und Gesangspädagogin Sabine Bussalb hat eine Vorliebe für mittelalterliche Musik. Nachdem viele schöne irische und englische Melodien gefunden waren, entstand zusammen mit Jürgen K. Groh der Gedanke, sich nicht nur eine passende Geschichte dazu auszudenken und neue deutsche Texte zu schreiben, sondern darüber hinaus noch vom Gesangssolo bis zum Chor unterschiedliche Musikstile zu arrangieren und teilweise sogar neu zu komponieren. Schließlich wurden auch Sprechszenen integriert und professionelle Kostüme und Bühnenbilder entworfen, um das Ganze als neue Gattung, nämlich als „Historical“ inszenieren zu können. Am 9. und10.September wird die Freie Musikschule Rodgau mit verschiedenen Musikgruppen (Holzbläserensemble, Streichensemble, Rockgruppe, Chor und natürlich Gesangssolist*innen) diese ganz besondere Welturaufführung auf der Welttheaterbühne präsentieren.