Überladung: 96-Tonnen-Lkw auf A3 bei Weiskirchen aus dem Verkehr gezogen

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Überladener Schwerlastzug. (Foto: Polizeiautobahnstation Langenselbold)

Er schleifte bereits auf dem Asphalt und war hoffnungslos überladen: Beamte der Polizeiautobahnstation Langenselbold zogen jüngst einen kroatischen Lkw aus dem Verkehr, der deutlich schwerer war als erlaubt.

Wie die Beamten jetzt mitteilten, stoppten sie bereits am 14. Juli einen ganz offensichtlich völlig überladenen Schwerlastzug auf der Autobahn 3. Nach einer Lenkpause auf der Rastanlage Weiskirchen-Nord setzte der 42-jährige Fahrer am späten Abend seine Fahrt fort und war auf die Schnellstraße aufgefahren, um seine Ladung, einen offenbar in Österreich aufgeladenen tonnenschweren Autokran, weiter nach Belgien zu transportieren. Wohl aufgrund des großen Gewichts war während der Fahrt offenbar eine Hydraulikleitung geplatzt, die dazu führte, dass das Gespann auf dem Beschleunigungsstreifen liegen blieb.

Nachdem der Defekt nach gut fünf Stunden endlich behoben war und der Sattelzug zurück auf die Rastanlage gelotst werden konnte, stellten die Ordnungshüter dort fest, dass der gut 60 Tonnen schwere geladene Autokran viel zu viel wog und für die Fahrzeugkonstruktion nicht ausgelegt war. Auf der Achslastwaage brachte es das Gespann samt Ladung auf ein Gewicht von über 96.000 Kilogramm. Da der Fahrer keine Ausnahmegenehmigung für seine Fracht vorzeigen konnte und demnach ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen zugrunde gelegt wurde, ergab sich eine Überschreitung von sage und schreibe 141 Prozent. Die Beamten leiteten ein Verfahren zur Vermögensabschöpfung ein, was zur Folge hatte, dass der 42-Jährige (gleichzeitig Firmeninhaber) aufgrund angenommenen wirtschaftlichen Vorteils vor Ort eine Gesamtstrafe von über 14.600 Euro zahlen musste.

Doch damit nicht genug: Ihm wurde zudem die Weiterfahrt untersagt und der Kran musste umgeladen werden. Allein hierfür dürften nochmals hohe Kosten hinzugekommen sein.

(Text: PM Polizei Südosthessen)