Zugeparkte Straßenränder und Heckenwildwuchs in Rollwald

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"Rathaus vor Ort" im Rodgauer Stadtteil Rollwald. (Foto: ah)

„Rathaus vor Ort“ mit Rathaus- und Stadtwerkechef im Gespräch mit Bürgern

Schon während des Bürgermeisterwahlkampfs war Max Breitenbach regelmäßig vor Ort mit dem Bürgern im Gespräch. Diesen Stil führte er jetzt als Bürgermeister unter dem Titel „Rathaus vor Ort“ in Rollwald weiter und er hatte gleich Peter Kämmerling vom Fachdienst Stadtplanung, Gregor Fanroth vom Fachdienst für öffentliche Sicherheit und Stadtwerkechef Markus W. Ebel-Waldmann mit dabei.

Die Resonanz mit etwa 30 Bürgerinnen und Bürger zeigte, dass diese Angebot gut angenommen wurde und über etwa eineinhalb Stunden stand man Rede und Antwort. Zu den Hauptproblemen, die angesprochen wurden, gehörte natürlich der Verkehr und die Parksituation. Von Seiten des Ordnungsamtes sah man sich in Rollwald vernachlässigt und wies auf zugeparkte Straßenränder und Falschparker hin. Das sei ein Problem, das alle in Rodgau nerve, so Max Breitenbach, egal in welchem Stadtteil. Die Ordnungspolizei würde im ganzen Stadtbereich kontrollieren, aber auch mit mehr Personal ließe es sich nicht in den Griff bekommen. Die einzige Möglichkeit sei, so der Bürgermeister, das Parken im öffentlichen Raum stärker zu regulieren.

Auch das Angebot an Car-Sharing könnte etwas Entspannung bringen. So wies Markus Ebel-Waldmann darauf hin, dass es bei neuen Car-Sharing-Angeboten oft eine positive Resonanz gäbe. In manchen Emails wurde auch erklärt, dass man nun auf einen Zweitwagen verzichten würde. Bei vielen Beschwerden wurde aber klar, das die Bürger die Möglichkeiten der Stadt überschätzen. So wurde ein Fall eines Ehepaares geschildert, das vier Autos besitzen würde und an Tagen mit der Müllabfuhr, die Plätze in der Nachbarschaft zustellen würde. „Da muss die Stadt doch was dagegen machen!“, war die Forderung. Hier konnte Max Breitenbach nur darauf hinweisen, dass es dagegen keine Handhabe gebe.

Auch bei der Beschwerde, dass manche Tiefgarageneinfahrten inzwischen zu eng gebaut seien, konnte Peter Kämmerling nur auf die Verantwortung des Bauherrn verweisen. Auch was die Zahl und Größe der Stellplätze anging, sei das Sache des Bauherrn und des Kreisbauamtes als Genehmigungsbehörde. Natürlich kam auch die „Raserei“, speziell in der Rhönstraße zu Sprache. Man habe zwar über die Rhönstraße keine Zahlen, so Gregor Fanroth, aber eine Messung in der Isarstraße hätte ergeben, dass sich 85 Prozent sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten und die Spitzen selten über 38 km/h liegen würden. Aber man könne die Messtafel auch in der Rhönstraße aufhängen. Selbst wenn kein “Smiley“ erscheine, könne man damit die Geschwindigkeit messen.

Eingeschränkte Möglichkeit habe die Stadt auch bei dem bemängelten Wildwuchs von Hecken, die von Privatgrundstücken sich auf die Radwege ausdehnten. So dürfte man zwischen März und September hecken höchstens die „die Spitzen stutzen“, erklärte Fanroht, da in der Brutzeit keine Hecken stark gestutzt werden dürften. Lediglich im Gefahrenfall könne man etwas machen. Trotz vieler Dinge, die seitens der Stadt nicht zu ändern sind, wurde trotzdem gebeten, Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu machen oder auch Hinweise auf Verkehrsverstöße zu geben und man werde sehen, wie sich die Situation verbessern ließe. Ein weitere Punkt, der angesprochen wurde, war die die Verzögerung der Aufstellung des Bebauungsplanes N43, der den Wildwuchs bei der Bebauung in Rollwald stoppen soll. Vorgesehen sei hier lediglich eine moderate Verdichtung, so Peter Kämmerling.

Die nächsten Termine „Rathaus vor Ort“ sind am 18. August auf dem Ludwig-Erhard-Platz in Dudenhofen, am 25. August im Rodaupark in Jügesheim, am 7. September in der Rilkestraße in Hainhausen und am 15. September auf dem Goetheplatz in Weiskirchen.

(Text: ah)