Gut besuchte Weinfest-Premiere in Ober-Roden

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Angestoßen auf das neue Veranstaltungsformat haben (von links nach rechts) Ralf Fleckenstein (Germania Ober-Roden), Bürgermeister Jörg Rotter, Tanja Seybold (Kolpingsfamilie), Daniel Fenner (Kerbverein), Patrick Mieth (DJK TTC) und Dominik Raquet (Eintracht-Fan-Club „Viva loz Attila“). (Foto: ah)

Als hätten sie lange und sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet: Freudig und erwartungsfroh strömten viele Menschen in Ober-Roden am vergangenen Freitag zur Weinfest-Premiere auf den Rathausplatz. Pünktlich um 17 Uhr war an den Ständen der fünf beteiligten Vereine (Kolpingsfamilie, Germania, DJK TTC, Kerbverein und Eintracht-Fan-Club „Viva loz Attila“) der Ausschank eröffnet worden. Im Minutentakt füllten sich danach die Bankreihen mehr und mehr. Schon nach einer Stunde war kaum noch ein Sitzplatz zu ergattern.

Flammkuchen, Obazda, Käse-Trauben-Schälchen und natürlich eine große Rebensaft-Auswahl aus verschiedenen deutschen Anbaugebieten erfreuten sich reger Nachfrage. „Es lief sehr gut. Einige Dinge mussten für den zweiten Abend am Samstag nachgeordert werden, manches war dann schlichtweg ausverkauft. Aber mit der Organisation gab es glücklicherweise keine größeren Probleme. Nur eine Wasserleitung am Toilettenwagen streikte mal kurzzeitig, doch der Defekt war relativ rasch behoben“, bilanzierte Daniel Fenner nach dem Großreinemachen zu Wochenbeginn. Der Kerbvereinsmann hatte das Novum im Gespräch mit Bürgermeister Jörg Rotter erstmals angeregt, frei nach dem Motto „Ein Weinfest – das fehlt noch in Rödermarks größtem Stadtteil“.

Gedacht, gesagt, getan: So kam schließlich die Kooperation der Vereine und der Stadtverwaltung zustande. Um den Auf- und Abbau der Hütten, die Verkehrsregelungen in den angrenzenden Straßen und das Saubermachen kümmerten sich Mitarbeiter der Kommune, während die Klubs in Sachen „Speis und Trank“ die Regiefäden zogen. „Das Fazit fällt positiv aus. Wir werden uns zusammensetzen und das Ganze im Detail auswerten. Fest steht aber schon jetzt, dass es 2023 eine Neuauflage geben soll“, betonte Fenner nach den beiden Premierentagen mit zusammen wohl deutlich über 1.000 Gästen.

Ambiente ist Garant für guten Zuspruch

Der Tenor des Impulsgebers: „Wir haben gesehen, dass wir beim Essensangebot das nächste Mal noch etwas draufsatteln sollten. Eventuell beteiligen sich im kommenden Jahr noch weitere Vereine, vielleicht erweitern wir das Weinfest-Gelände noch ein bisschen Richtung Stadtbücherei. Aber das müssen alle Beteiligten in Ruhe besprechen und abwägen, da sind die Würfel noch nicht gefallen.“ Wichtig, so Fenner und dessen Mitstreiter, sei das Bewahren des familiären und gemütlichen Charakters. Denn eben dieses Ambiente, das Alt und Jung auf dem Platz am Rathaus zusammengebracht habe, sei offenkundig der Garant für den guten Zuspruch.

Dass auf dem gepflasterten Karree zwischen Verwaltungszentrale und Trinkbrunnenstraße ein Schöppchen unter freiem Himmel gut schmeckt: Das zeigt sich allwöchentlich beim Ausschank während des Rodaumarktes. Jetzt hat das Fest den endgültigen Beweis geliefert: „Was den Orwischern die Woigass, ist den Oweräirern der Woiplatz!“

(Text: PM Stadt Rödermark)