Cannabis – eine Pflanze sorgt für Diskussion

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(Symbolfoto: 7raysmarketing auf Pixabay)

Drogenreferat Frankfurt beleuchtet mit zwei Veranstaltungen beide Seiten eines Stoffs: als Freizeitdroge und Medizin

Cannabis als hilfreiches Medikament bei psychischen Erkrankungen und bald zum Freizeitkonsum in jedem Supermarkt zu haben? Um diese Frage dreht sich eine Online-Veranstaltung am Samstag, 10. September, von 13 bis 14.30 Uhr, mit der sich das Drogenreferat an der diesjährigen Frankfurter Psychiatrie-Woche beteiligt.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion befasst sich unter anderem damit, bei welchen psychischen Erkrankungen die positive Wirkung von Cannabis als Medizin schon wissenschaftlich nachgewiesen wurde oder in welchen Bereichen weitere Studien nötig sind. Es geht aber auch um ganz praktische Fragen wie etwa der Kostenübernahme einer Cannabisbehandlung durch die Krankenkassen.

Die öffentlich heiß diskutierte Legalisierung von Cannabis zum Freizeitkonsum ist ein weiteres Thema der Veranstaltung: Welche Herausforderungen stellen sich bei der Freigabe mit Blick auf Anbau, Verkaufsorte oder der Teilnahme am Straßenverkehr nach Cannabiskonsum? Welche Präventionsangebote sind notwendig? Fragen für spannende Debatten.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Seite Psychiatrie Frankfurt am Main.

Medizinisches Cannabis auf dem Prüfstand

„Medizinisches Cannabis auf dem Prüfstand “– unter diesem Titel lädt das Drogenreferat für Mittwoch, 14. September, von 18 bis 19 Uhr zu einer Online-Veranstaltung, um die zentralen Ergebnisse des Abschlussberichts des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorzustellen und zu diskutieren.

Vor gut fünf Jahren wurde die Versorgung mit medizinischem Cannabis in Deutschland neu geregelt. Zugleich startete eine groß angelegte Begleiterhebung. Fünf Jahre lang sollten Ärztinnen und Ärzte bei jeder genehmigten Cannabis-Behandlung Daten zum Therapieverlauf an das BfArM übermitteln. Nun liegt der langerwartete Abschlussbericht zur Begleiterhebung auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte vor.

Die Ergebnisse sollen als Grundlage dafür dienen, um den zukünftigen Umgang mit medizinischem Cannabis zu regeln. Für viele tausend Patientinnen und Patienten mit Medizinalcannabis in Deutschland werden die Weichen neu gestellt.

Die Online-Veranstaltung findet im Rahmen des regelmäßigen Netzwerktreffens von Fachkräften aus Medizin und Pharmazie im Raum Frankfurt statt, steht aber dieses Mal für alle Interessierte offen.

Zugangsdaten für die Zoom-Konferenz können per E-Mail an med-can@zis-hamburg.de angefordert werden.

(Text: PM Stadt Frankfurt)