In Rodgau wird geschlemmt und gefeiert

147
26. Kulinarischen Woche der Sportfreunde Rodgau. (Foto: ah)

Knuspriger Reibekuchen mit geräuchertem Lachs, Wildgulasch, halbe Ente, Schweineschnitzel mit grüner Soße, Schweinshaxe – die Auswahl an Gerichten, die Küchenmeister Jürgen Herr und sein Team in der 26. Kulinarischen Woche der Sportfreunde Rodgau anbot, war wieder sehr abwechslungsreich.

„Qualität zu akzeptablen Preisen“ ist seine Devise und das wissen auch viele Gäste zu schätzen. „Etwa 70 Prozent der Gäste sind Stammgäste“ schätzt Rudi Ott. Vorsitzender der Sportfreunde Rodgau. Das große Problem sei immer die Kalkulation der Anzahl der Portionen. Es darf nicht zu wenig sein, damit nicht zu viele Gäste in die Röhre schauen und es darf aber auch nicht zu viel sein, gerade bei den relativ teuren Gerichten wie Ente oder Lachs, damit die Bilanz noch stimmt. Im großen Ganzen stimmte die Kalkulation diesmal wieder, obwohl der Besuch mehr als gut war. An dem Tag, als Schnitzel mit grüner Soße angeboten wurden, war beiwpielsweise die Nachfrage so groß, dass nochmal Schnitzelfleisch nachgeordert werden musste. Die Hoffnung von Rudi Ott, wie er sie im Frühjahr geäußert hatte, dass die kulinarische Woche in diesem Jahr schon an der neuen Sporthalle stattfinden könne, erfüllte sich zu seinem großen Bedauern leider nicht. Zu oft wurde die Fertigstellung durch fehlendes Material verzögert.

Die vielen Gästen störte das aber nicht. Sie fanden „ihre“ Kuliwoche noch am bekannten Platz, verabredeten sich mit ihren Freunden und nach einem schmackhaften Essen blieb man noch lange bei Wein, Bier oder einem der vielen Cocktails im schön gestalteten Biergarten sitzen.

Wiesn im Wald. (Foto: ah)

Nach zwei Jahren Pause war das Bedürfnis nach der „Wiesn im Wald“ des Musikvereins Weiskirchen anscheinend besonders groß. Schon im Vorverkauf gingen 700 Karten weg und es war naheliegend, dass ein entsprechend großes Zelt gebucht werden musste. Am Ende stand ein Zelt da, das etwa 1.000 Personen fassen konnte und der Musikverein meldete „ausverkauft“. Allerdings waren die Tische recht großzügig gestellt, so dass es keine unnötigen Engstellen gab. Viel Platz war auch zum Tanzen und die Tanzfläche nur in den Pausen verwaist. Dafür war die Band „Volldampf“ verantwortlich, die immer den Geschmack des Publikums traf. Die Band ist den erfahrenen „Wiesn“-Besuchern schon aus den Jahren vor der Coronapause bekannt und ein Garant für beste Partylaune. Beim ersten Lied standen die Gäste auf den Bänken. Das Fest begann mit dem Bieranstich durch Rodgaus Bürgermeister Max Breitenbach, assistiert durch Landtagsvizepräsident Frank Lortz und der Ersten Kreisbeigeordneten und Schirmherrin Claudia Jäger. Die Aufgabe erledigte der Bürgermeister gekonnt mit einem einzigen Schlag, was ihm viel Applaus einbrachte. Die letzten Gäste verließen Sonntagnacht gegen 2 Uhr das Zelt. Am Morgen ging es dann mit dem musikalischen Frühschoppen mit Weißwurst oder Schweinsbraten mit Knödeln und der zünftigen Musik der „Original Hainburger“ weiter.

So sehr sich der Verein über den Erfolg der „Wiesn“ freut, war erst einmal viel Arbeit angesagt. Für den Aufbau des großen Zeltes brauchte man eine ganze Woche und 80 Schichten mussten besetzt werden, was bei so einem kleine Verein schon eine Herausforderung ist.

(Text: ah)