“Blitz für Kids”: Schulkinder zeigen grüne und gelbe Karten

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(Symbolfoto: Cornell Frühauf auf Pixabay)

Anfang September startete in Hessen das neue Schuljahr 2022/23. Mit dem Ende der Sommerferien machen sich wieder viele Kinder auf den Weg zur Schule, sei es zu Fuß, mit Bus und Bahn oder mit den sogenannten “Eltern-Taxis”. Die hessische Polizei legt in dieser Zeit ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche vor Schulen und Schulwegen, um alle Verkehrsteilnehmer sowie Schulkinder und Eltern für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. In den kommenden Tagen werden deshalb vermehrt Geschwindigkeitsmessungen sowie gezielte Kontrollen durchgeführt.

Kinder, welche zu der Gruppe der schwächsten Verkehrsteilnehmer gehören, nehmen den Straßenverkehr aus einem ganz anderen Blickwinkel wahr und können Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen oftmals kaum oder gar nicht einschätzen.

Um das Bewusstsein für die Kinder zu stärken und ihre Sicherheit zu gewährleisten, hat die Frankfurter Polizei am heutigen Donnerstag (8.) in Zusammenarbeit mit dem ADAC eine Kontrollaktion an der Fried-Lübbecke-Schule im Stadtteil Eschersheim durchgeführt, bei der Verkehrsteilnehmer auf ihr Fahrverhalten angesprochen wurden.

Das Besondere: Während die Polizei die Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr anhielt, wurden unter dem Motto “Blitz für Kids” durch Schulkinder grüne und gelbe Karten an Autofahrer verteilt – je nachdem wie schnell gefahren wurde. Wer zu schnell unterwegs war, musste sich zudem den Fragen der Kinder stellen.

Zusammen mit dem Referenten des Dezernats für Mobilität und Gesundheit der Stadt Frankfurt, Wolfgang Siefert, machte sich auch der Frankfurter Polizeipräsident Stefan Müller vor Ort ein Bild und begrüßte die Aktion.

“Noch immer ist die Anzahl der registrierten Verkehrsunfälle, bei denen Kinder beteiligt sind, viel zu hoch. Umso wichtiger ist es, dass wir mit solchen Aktionen die Verkehrsteilnehmer erreichen und über die unmittelbare Ansprache durch die Kinder ein besonderes Problembewusstsein bei diesen entwickeln. Kinder zählen zu den Schwächsten im Straßenverkehr und bedürfen einer besonderen Rücksichtnahme durch alle anderen, die am Verkehr teilnehmen. Als Erwachsene müssen wir uns stets bewusstmachen, dass wir eine Vorbildfunktion haben und durch richtiges Verhalten einen entscheidenden Beitrag leisten, damit die Kleinsten unter uns sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen.”, so Polizeipräsident Herr Müller.

Hintergrundinformationen

Im Jahr 2021wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Frankfurt 176 Unfälle mit der Beteiligung von Kindern registriert. Im Jahr 2020 waren es noch 166 Unfälle. Von den 176 Kindern verunfallten 70 mit dem Fahrrad, 63 Kinder waren als Fußgänger an Unfällen beteiligt.

Diese Zahlen zeigen, dass Kontrollmaßnahmen, Geschwindigkeitsmessungen und Aufklärungsarbeit weiterhin unabdingbar sind, um die Sicherheit für die Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen. Die Frankfurter Polizei wird daher in den kommenden Tagen verstärkt vor Schulen und an Schulwegen präsent sein sowie die ganzjährigen Verkehrserziehungsmaßnahmen, wie die praktische Radfahrbeschulung in den 3. und 4. Schulklassen, die praktische Verkehrserziehung in Kitas und in den 1. Schulklassen und die Gefahrensensibilisierung an weiterführenden Schulen, fortführen und für Eltern und Schulen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Tipps, wie Kinder sicher zu Schule kommen auf der Internetseite unter https://ppffm.polizei.hessen.de/icc/ppffm/broker.jsp?uCon=ca23061f-a23a-1381-61c8-3165bf970a50&

(Text: PM Polizei Frankfurt)