Frankfurt: Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg vereinbart Kooperation mit „Omas gegen rechts“

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Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg mit den Vertreterinnen von „Omas gegen rechts“, Carola Witt (links) und Jutta Shaikh. (Foto: Holger Menzel)

„Bessere Partnerinnen im Kampf für Menschenrechte und den Erhalt der Demokratie kann es nicht geben.” Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und die „Omas gegen rechts“ haben eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit geschlossen. Unter anderem sind gemeinsame Veranstaltungen und Projekte im Zusammenhang mit dem Paulskirchen-Jubiläum vorgesehen.

Im Gespräch mit den Frankfurter „Omas“ Jutta Shaikh – die auch als stellvertretende Bundesvorsitzende fungiert – und Carola Witt hob Diversitätsdezernentin Eskandari-Grünberg die Bedeutung der Initiative hervor: „Sie haben erkannt, dass Rassismus, Hass und Hetze zunehmen und es wichtig ist, jetzt dagegen etwas zu unternehmen. Ich denke genau so, deshalb habe ich in meinem Dezernat die Stabsstelle Antidiskriminierung gebildet. Ich freue mich sehr, dass wir mit den ,Omas‘ eine wirkungsvolle Unterstützung haben.“

Die „Omas gegen rechts“ haben keine parteipolitischen Ambitionen oder Bindungen

Zu den Motiven ihres ehrenamtlichen Engagements sagte Jutta Shaikh: „Demokratie ist nicht gottgegeben, man muss sich immer wieder dafür einsetzen.“ Die „Omas gegen rechts“ hätten keine parteipolitischen Ambitionen oder Bindungen. „Wir sind authentisch, wir wollen nichts mehr werden. Es geht um unsere Kinder.“

Die „Omas gegen rechts“ wurden 2017 in Österreich als parteiunabhängige, zivilgesellschaftliche Initiative gegründet. Anlass waren die Wahlerfolge rechter und nationalistischer Parteien. Schnell breitete sich die Idee der Initiative nach Deutschland aus. Inzwischen zählen die „Omas“ bundesweit 20.000 Mitstreiterinnen, in Frankfurt sind es 200. Im Juli 2022 wurde den „Omas gegen rechts“ der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage vom Zentralrat der Juden in Deutschland verliehen. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten hat den „Omas“ Im „stadtRAUMfrankfurt“ in der Mainzer Landstraße Räume zur Verfügung gestellt.

Unter anderem organisieren die „Omas“ derzeit Vorleseprojekte in Schulen. Dazu haben sie eine Liste mit Büchern zusammengestellt, in denen es um Demokratie, Antirassismus und Menschenrechte geht. Eskandari-Grünberg stellte der Initiative finanzielle Unterstützung in Aussicht. Zudem soll es im „Jahr der Menschenrechte“ 2023 gemeinsame Veranstaltungen zur Stärkung der Demokratie geben.

(Text: PM Stadt Frankfurt)