Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst zu Besuch bei Euroapi Germany im Industriepark Höchst

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Besichtigung von Laboranlagen zur Optimierung chemischer Prozesse in der Wirkstoffproduktion. (Foto: Wirtschaftsförderung Frankfurt)

Der Standort Frankfurt-Höchst spielt eine wichtige Rolle bei der Stärkung der pharmazeutischen Wirkstoffproduktion in Europa

Ende August setzte Stadträtin Stephanie Wüst ihre Firmengespräche im Industriepark Höchst mit einem Besuch bei Euroapi Germany fort. Das Unternehmen ist mit etwa 200 pharmazeutischen Wirkstoffen der führende Anbieter von kleinen Molekülen und bietet eines der größten Portfolios der Branche.

Der Standort Frankfurt-Höchst gehört zu den größten Standorten von Euroapi und ist in ein internationales Wissens- und Innovationsnetzwerk eingebunden. Weitere Standorte sind St. Aubin-lès-Elbeuf und Vertolaye in Frankreich, Haverhill in Großbritannien, sowie Budapest und Brindisi in Ungarn und Italien.

Am Standort Frankfurt-Höchst sind rund 770 Mitarbeitende und 27 Auszubildende beschäftigt. Das Portfolio von Euroapi Germany umfasst 25 Wirkstoffe, kleine Moleküle sowie Peptide und Oligonukleotide, darunter Wirkstoffe gegen Bluthochdruck, für die Behandlung der Multiplen Sklerose und für eines der in den USA am meisten verkauften Mittel gegen Heuschnupfen. Neben der Wirkstoffproduktion ist die Auftragsentwicklung und -fertigung ein weiterer Eckpfeiler des Standorts Frankfurt.

Euroapi ist 2021 aus dem französischen Gesundheitsunternehmen Sanofi als eigenständiges Unternehmen hervorgegangen und seit Mai 2022 an der französischen Börse Euronext Paris notiert.

Der Besuch der Wirtschaftsdezernentin gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung diente dem Kennenlernen des Unternehmens und dem Austausch zu aktuellen Branchenentwicklungen, zum Masterplan Industrie sowie zur Standortentwicklung im Industriepark Höchst.

Dr. Thorsten Naumann, Head of Development Science & Innovation Frankfurt bei Euroapi Germany, führte die Wirtschaftsdezernentin durch mehrere Laborbereiche und erläuterte die engen Verknüpfungen von Forschung und Produktion am Standort Frankfurt-Höchst. So werden chemische Reaktionen und Prozesse kleinmaßstäblich im Labor optimiert und anschließend auf industrielle Produktionsmaßstäbe hochskaliert.

Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst zeigte sich beeindruckt von der Wissensintensität der Wirkstoffproduktion, sowie der hochqualifizierten Forschung und Entwicklung und dem chemisch-pharmazeutischen Knowhow, das etwa in den Laboren zur Synthese von Oligonukleotiden – Segmenten von Nukleinsäuren, die zunehmend in Diagnostik und klinischen Anwendungen zum Einsatz kommen – erkennbar wurde. „Was die Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie hier in Frankfurt am Main leisten, ist weit über die Grenzen der Stadt und Region hinaus von Bedeutung“, unterstrich die Wirtschaftsdezernentin. „Die aktuellen Herausforderungen und Maßnahmen zur Sicherung von Lieferketten machen sehr deutlich, wie wichtig die Herstellung von Wirkstoffen in Europa ist, um Abhängigkeiten zu mindern und Kompetenzen am Standort zu halten. Es ist vordringliche Aufgabe der Politik, auch zukünftig wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu gewährleisten, um Investitionen in den Chemie- und Pharmastandort in Deutschland und Europa zu sichern.“

Oliver Dummann, Geschäftsführer und CFO von Euroapi Germany, hob hervor: „Der Standort von Euroapi im Industriepark Höchst spielt eine wichtige Rolle für die Stärkung der pharmazeutischen Wirkstoffproduktion in Europa und verfügt über gute Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum und Investitionen. Ich freue mich über das Interesse der Wirtschaftsdezernentin und der Wirtschaftsförderung Frankfurt an unseren Aktivitäten im Industriepark Höchst und auf den gemeinsamen Dialog zur Weiterentwicklung des Industriestandorts Frankfurt am Main.“

Thorsten Naumann, Head of Development Science & Innovation Germany, Euroapi Germany GmbH Oliver Dummann, Geschäftsführer und CFO, Euroapi Germany GmbH, Stadträtin Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Reformen, Stadt Frankfurt am Main, Dr. Bernd Rentmeister, Kompetenzzentrum Industrie, Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH. (Foto: Wirtschaftsförderung Frankfurt)

(Text: PM Wirtschaftsförderung Frankfurt)