Einhausen erhält Fördergelder

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(Symbolfoto: angelolucas auf Pixabay)

Das vom Land Hessen finanzierte Programm „Zukunft Innenstadt“, das in diesem Jahr unter dem Motto „Geben Sie der Zukunft Ihrer Innenstadt Raum“ steht, unterstützt die Gemeinde Einhausen mit 297.000 Euro bei den Einzelprojekten „Freizeit- und Tourismuskonzept“, „Weschnitzrast“ sowie „Grün-blaues Klassenzimmer und Kneippbecken“.

97 Kommunen bewarben sich im Mai 2022 für das Förderprogramm, von denen 41 ausgewählt wurden. 300.000 Euro war das Maximalbudget, welches pro Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde.

Für die Gemeinde sind diese Fördermittel für die Verschönerung und Attraktivität des Standortes Einhausen vorgesehen. Mit folgenden Projekten hat sich die Gemeinde Einhausen für das Programm „Zukunft Innenstadt“ beworben.

Freizeit- und Tourismuskonzept

Urlauber, ob für mehrere Tage oder Tagestouristen bringen der heimischen Gastronomie zusätzliche Einnahmen. Die Stärkung des Freizeit- und Tourismusbereiches stellt für die Gemeinde Einhausen einen wichtigen Standortfaktor dar. Der Fokus liegt dabei vor allem in zwei Bereichen. Im Bereich Freizeit und Tourismus hat – gerade während der Hochzeit der Pandemie, aber auch in Zukunft – der Bereich der renaturierten Weschnitz und der Verlauf von Wegen für Fußgänger und Radfahrer entlang des Gewässers eine neue Bedeutung erfahren, da deutlich mehr Aktivitäten im Freien stattfinden. Hier sollten vorhandene Potenziale für Geschäfte sowie dem Einzelhandel im Ortsinneren und entlang der Weschnitz genutzt und ausgebaut werden. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Sicherung der heimischen Gastronomie und die Ausweitung auf neue gastronomische Angebote. Gerade unter den Auswirkungen der Pandemie ist es wichtig, bestehende Angebote zu erhalten und vor allem die Außengastronomie weiter auszubauen. Um diese zwei Kernpunkte erfolgreich auszubauen, bedarf es in beiden Fällen einer ausführlichen Ist-, Potenzial- und Wettbewerbsanalyse, um die Maßnahmenvorschläge für die Bereiche Infrastruktur, Angebote, Kommunikation, Einzugsbereich, Kaufkraft, Laufkundschaft, touristischer Bedarfe, Erreichbarkeit, Miet- / Pachtpreisniveau und Vertrieb sowie Organisation der Aufgaben zu definieren. Zudem soll im Bereich Freizeit an bestehende bzw. überregionale Angebote und Kooperationen (z. B. mit Tourist-Information „NibelungenLand“) angeknüpft werden.

Weschnitzrast – ein Ort zur Erholung und Stärkung der Vereine

Das Konzept „Weschnitzrast“ orientiert sich an den klassischen Weinpavillons im Rheingau, Rheinhessen oder in der Pfalz, die Wanderer und Radfahrer, Ausflügler und Einheimische zum Verweilen einladen. Auf einer Freifläche an der Weschnitz soll sich ein beliebter Freiluft-Treffpunkt entwickeln, an dem man bei einem guten Tropfen oder einem herzhaften Imbiss den Blick über die renaturierte Weschnitz und deren einzigartige Flora und Fauna schweifen lassen kann. Baulich soll eine kleine Verkaufsstätte errichtet werden, die mit allen notwendigen Einrichtungen zur Gästebewirtung ausgestattet ist. Ergänzt wird der Pavillon durch Sitzmöglichkeiten und eventuell später durch eine öffentliche Toilettenanlage. Betrieben werden soll die „Weschnitzrast“ primär von den örtlichen Vereinen an Wochenenden und im Rahmen eigener Veranstaltungen. Damit erhalten die Vereine eine Möglichkeit für Einnahmen und dies wiederum führt zur Stärkung des sozialen und gesellschaftlichen Zusammenseins. Eine kommerzielle Verpachtung ist zurzeit nicht vorgesehen.

Grün-blaues Klassenzimmer und Kneippbecken – die grüne Oase direkt an der Weschnitz für Körper und Geist

Auf einer freien Fläche im Nahbereich zur „Schule an der Weschnitz“ soll ein „Grün-blaues Klassenzimmer“ für den Unterricht unter freiem Himmel eingerichtet werden. Durch den optimalen räumlichen Bezug zur Weschnitz und zum Weschnitzumfeld ermöglicht das Klassenzimmer eine thematische Kombination der Elemente Wasser und Natur. Mit einer alternativen Unterrichtsstruktur wird die Aufnahmebereitschaft gesteigert, Lernen mit Spaß verbunden und Gestaltungskompetenzen gefördert. Als Lernort soll das grün-blaue Klassenzimmer Spiel- und Experimentierflächen bieten und den Kindern Raum für Fragestellungen und Erörterung nachhaltiger Themenbereiche geben. Projekte können aus Inhalten des Schulunterrichtes entwickelt und in einem handlungsorientierten Zusammenhang erarbeitet werden (z.B. naturkundliche Beobachtungen, ganzjährige Begleitung von verschiedenen Vegetationsperioden, mit der Möglichkeit, dem natürlichen Forscher- und Bewegungsdrang nachzukommen). Zusätzlich bieten sich vielfältige außerschulische Nutzungsmöglichkeiten für Vereinstreffen, Senioren- oder Kitagruppen. Zur gesundheitlichen Stärkung aller Altersgruppen in zunehmend wärmeren Sommern ist an gleicher Stelle der Bau eines Kneippbeckens geplant, welches ein Wunsch im Rahmen der Bürgerbeteiligung war. Dies fördert als ganzheitliche und präventive Therapie das Wohlbefinden und wird als Freiluftanlage fast ganzjährig nutzbar sein. Die örtlichen Vereine können die Anlage zudem in ihre Sport- und Kursangebote einbeziehen, z.B. für Herz-Kreislauf-Sport.

„Wir freuen uns sehr, dass die Mittel des Landes uns nun zur Verfügung gestellt werden. Alle drei Projekte werden zur Verschönerung der Gemeinde und zur Steigerung der Lebensqualität ihren Beitrag leisten,“ freut sich Bürgermeister Helmut Glanzner.
Die Fertigstellung der Projekte muss bis Ende 2023 erfolgt sein.

(Text: PM Gemeinde Einhausen)