Ahrbrück ein Jahr nach der Flutkatastrophe

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Die drei von der Baustelle (v.l.): Ahrbrück-Bürgermeister Walter Radermacher, RC-Pastpräsident Jörg von Mörner und Vorstandsmitglied Wolfgang Krapp. (Foto: RC Lendemansfotos)

Mitglieder des Rotary Club Dieburg-Babenhausen besuchten das Flutgebiet

Kürzlich besuchten Mitglieder des Vorstands vom Rotary Club Dieburg-Babenhausen erneut den Ort Ahrbrück, den sie ein Jahr zuvor unmittelbar nach der Flutkatastrophe kennengelernt hatten. Der Rotaryclub hatte damals spontan Geld gesammelt und dem dortigen Bürgermeister Radermacher 13.500 Euro übergeben, um unbürokratisch sofort Not lindern zu können.

Der kleine Fluss Ahr hatte – ohne Vorwarnung durch die Behörden – innerhalb kürzester Zeit mit einer Wellenhöhe von sieben bis zehn Metern über Normal alles mit sich gerissen, was im Wege stand. Erschütternde Bilder hatten die Rotarier damals gezeigt bekommen und von menschlichem Leid durch Tod, Verletzungen oder vernichte-ten Existenzen gehört.

Neuentstandene Fertighaussiedlung in Ahrbrück. (Foto: RC Lendemansfotos)

Jetzt ein Jahr später konnten sich die Clubvorständler ein Bild davon machen, wie Ahrbrück wieder zu neuem Leben erwacht ist. Auch wenn es mit Altlasten wie ausgelaufenem Öl noch länger zu tun hat und die im Ort steckengebliebene Regionalbahn weiterhin nicht eingesetzt werden kann, sieht man den Willen zum Neubeginn.

Zwei kleine Siedlungen mit Holzhäusern haben Bewohner bezogen, die alles ver-loren hatten und unbedingt in ihrer Gemeinde bleiben wollen. Bürgermeister Radermacher, der die Geldspende vor einem Jahr übernommen hatte, zeigte den Rotariern die verbliebenen Altlasten, aber auch die wieder hergestellten Gebäude und lobte die große Spenden- und Hilfsbereitschaft damals. „Wir wollen sehen, dass alles wieder schön wird“, so Frau Radermacher bei der Verabschiedung der Dieburger Gäste.

(Text: Rotary Club Dieburg-Babenhausen)