Weltkindertag 2022: Hessenweite Kreidemalaktion „Laut für deine Rechte!“

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Schülerinnen und Schüler der Gönser Grundschule aus Butzbach malen Kreidebotschaften zum Thema Kinderrechte vor das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. (Foto: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)

Am internationalen Weltkindertag stehen die besonderen Bedürfnisse der Kinder und ihre Rechte im Mittelpunkt. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration rückt in diesem Jahr am 20. September unter dem Motto „Laut für deine Rechte!“ die Forderungen junger Menschen in den Fokus. In Vorbereitung auf den Tag besuchten Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse der Gönser-Grund-Schule aus Butzbach die hessische Staatssekretärin für Soziales und Integration Anne Janz sowie die hessische Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte Miriam Zeleke. Mit dabei hatten sie eine selbst gestaltete Kinderrechte-Flagge. „Ich freue mich, dass ihr hier seid und, dass ihr diese Fahne gestaltet habt, dass eure Wünsche und eure Forderungen gehört und gesehen werden, weil ihr selbst am besten wisst was ihr wollt und was wichtig für euch ist“, begrüßte Janz die Schülerinnen und Schüler um dann gemeinsam mit ihnen die vier Meter lange Flagge vor dem Ministerium zu hissen. Dort wird sie am 20. September zu sehen sein.

„Damit auch dieses Jahr jeder Stimme Ausdruck verliehen wird, rufen wir alle Kinder, Jugendlichen und begeisterungsfähige Erwachsene dazu auf, gemeinsam mit uns bunt und laut für Kinderrechte zu werden“, erklärt Miriam Zeleke. Durch das Beschriften von wichtigen Plätzen mit Straßenkreide werde den Forderungen junger Menschen Ausdruck verliehen. Die Botschaften sollten am besten gleich abfotografiert und in Social Media unter dem Hashtag #LautfürdeineRechte hochgeladen und geteilt werden, um damit möglichst viele Adressatinnen und Adressaten zu erreichen. Mehr Informationen und die Schablone für die Kreidebotschaften gibt es hier zum Download www.hessenlink.de/weltkindertag2022.

Für die Umsetzung von Kinderrechten stark machen

„Kinder und Jugendliche sind von den Folgen der Corona-Pandemie und des Klimawandels besonders stark betroffen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir uns auch weiterhin gemeinsam für die Umsetzung von Kinderrechten stark machen. Kinder und Jugendliche müssen Selbstwirksamkeit erfahren und Sicherheit und soziale Zugehörigkeit spüren“, sagt Sozial- und Integrationsstaatssekretärin Anne Janz. Dafür sei es wichtig, den Kindern geeignete Kanäle und Plattformen anzubieten und all jene zu unterstützen, die sich in der Gesellschaft für die Rechte von Kindern stark machen.

Die Hessische Landesregierung nimmt hierfür seit Jahren eine Vorreiterfunktion ein. Kinderrechte sind in der Landesverfassung fest verankert, zusätzlich hat Hessen im Oktober 2020 mit Miriam Zeleke als erstes Bundesland eine hauptamtliche Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte ernannt. Ebenfalls ist in Hessen zum 1. Juli 2022 das deutschlandweit erste Kinder- und Jugendrechtemonitoring, das vom Deutschen Institut für Menschenrechte durchgeführt wird, gestartet.

Stärken der Kinder in den Mittelpunkt stellen

Kinderrechte sind in Hessen nicht nur in der Verfassung fest verankert, sondern auch im hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von null bis zehn Jahren (BEP). Auf seiner Grundlage werden in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung die Stärken des Kindes in den Mittelpunkt gestellt und stabile Beziehungen aufgebaut. Ein ausreichendes und qualitativ hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot ermöglicht Kindern so von Beginn an größere Chancengerechtigkeit und ist ein wichtiger Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit. Zusätzlich fördert das Land mehrere Modellvorhaben zum Themenfeld, z.B. das Modellprojekt „Kinderrechte in Kindertageseinrichtungen nachhaltig umsetzen“ gemeinsam mit dem Kinderschutzbund, Orts- und Kreisverband Gießen e.V.
Auch im Feld der Jugendarbeit setzt das Land einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung der Jugendbeteiligung. Die Landesregierung unterstützt fortlaufend Maßnahmen der Jugendarbeit und der außerschulischen Jugendbildung, die gemäß dem gesetzlichen Auftrag u.a. auf die Förderung der Selbstbestimmung junger Menschen ausgerichtet sind.

(Text: PM Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)