Groß-Umstadt: “Kommissar-Zufall” schlägt zweimal zu

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(Symbolfoto: Steffen Salow auf Pixabay)

An die wahrlich Falschen geraten sind glücklicherweise zwei 30 und 32 Jahre alte Tatverdächtige, die am heutigen frühen Dienstag (20.) in der Hans-Kudlich-Straße ihr Unwesen getrieben hatten und die Räume eines Einfamilienhauses heimsuchen wollten.

Während sein Komplize auf dem Grundstück wartete, hatte sich der 32-Jährige kurz nach Mitternacht Zugang zu dem Erdgeschoss des Hauses verschafft. Womit beide nicht gerechnet haben dürften, war die Rückkehr der Hausbewohner, die den 32-Jährigen in ihrer Küche überraschten und trotz seines Fluchtversuchs bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festhalten konnten. Sein wartender Komplize suchte zunächst das Weite. Doch auch er kam nicht weit und “Kommissar-Zufall” schlug ein weiteres Mal zu.

Auf der Suche nach seinem Komplizen sprach der 30-Jährige gegen 2.40 Uhr zwei Passanten vor einem Schnellimbiss in der Georg-August-Zinn-Straße an. Was er nicht wusste war, dass es sich bei den Angesprochen um die Hausbewohner handelte, die zuvor bei der Festnahme seines Komplizen mitgewirkt hatten. Als sie erkannten, wer da um Hilfe bat, stoppten sie den Mann und hielten ihn erneut bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Beide Festgenommen wurden mit zur Wache gebracht. Bei ihrer Durchsuchung stellten die Beamtinnen und Beamten unter anderem einen Rucksack und eine Geldbörse sicher. Die Gegenstände konnten bereits Straftaten zugeordnet werden.

Zudem prüfen die Ermittlerinnen und Ermittler, woher die zwei von den Tatverdächtigen mitgeführten Fahrrädern und ein E-Scooter stammen, zu deren Herkunft beide bislang keine schlüssigen Angaben machen konnte. Daneben wird sich der 30-jährige Festgenommene zusätzlich wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen. Bei ihm stießen die Beamten auf eine geringe Menge Betäubungsmittel.

Gegen beide Tatverdächtige, die derzeit keinen festen Wohnsitz haben, wurden gleich mehrere Verfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts des Einbruchsdiebstahls. Derzeit dauern die Ermittlungen zu den weiteren Hintergründen an. Diese hat die Kriminalpolizei in Darmstadt (K21/22) übernommen. Die Kripobeamtinnen und Beamten prüfen außerdem, ob beide Wohnsitzlose einem Haftrichter vorgeführt werden.

(Text: PM Polizei Südhessen)