Die Special Olympics kommen auch nach Seligenstadt

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Die Teilnehmer der Arbeitssitzung sind voller Vorfreude auf das kommende Event. (Foto: ah)

Hessisches Arbeitstreffen für die Gastgeber-Städte

 

2023 werden sich 8.000 Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt mit unterschiedlichem Behinderungsgrad bei den „Special Olympic World Games“ in Berlin um die Medaillen kämpfen. Neben 18 weiteren hessischen Kommunen, wird auch Seligenstadt „Host Town“ sein und von insgesamt 190 Delegationen, die Athletinnen und Athleten aus Trinidad und Tobago beherbergen. Im Winterrefektorium des Klosters Seligenstadt trafen sich auch alle Vertreter der gastgebenden hessischen Kommunen uns der jeweiligen Sportkreise, um Kontakte zu knüpfen, das Programm abzustimmen und sich austauschen zum Stand der Umsetzung der inklusiven Projektideen, denn der Wettbewerb soll ein Baustein für eine nachhaltig inklusive Gesellschaft sein. Vom Hessische Ministerium des Innern und des Sports sowie das Hessische Sozialministerium werden inklusive Projekte mit je 10. 000 Euro für jede der 19 hessischen Gastgeber gefördert, die über die Weltspiele hinaus anhaltende Wirkung haben sowie eine sichtbare Verbesserung im Bereich Teilhabe für Menschen mit Behinderung bringen.

Ihre Freude über den großen Zuspruch brachte Sylvia Ruppel, Präsidentin der „Special Olympics Hessen“ zum Ausdruck: „Was für eine enorme Beteiligung. Wir sind begeistert von der überwältigenden Resonanz der hessischen Kommunen und Landkreise. 19 hessische Kommunen werden maßgeblich dazu beitragen, dass es fröhliche, bunte und unvergessliche Spiele werden. Setzen wird ein kraftvolles Zeichen für ein offenen, respektvolles und demokratisches Miteinander, für mehr Mitwirkung und Engagement von Menschen mit geistiger Behinderung in unseren Kommunen“. Sie dankte auch dem hessischen Ministerium des Inneren und Sport für die langjährige, großzügige Unterstützung und dabei besonders Innenminister Peter Beuth. Sie habe es immer empfunden, dass Peter Beuth der Teilhabe von Menschen mit geistiger und multipler Behinderung einen enormen Stellenwert zuweist und dies ihm besonders am Herzen liege. Sein persönliches Erscheinen bei diesem Arbeitstreffen sei nicht selbstverständlich und ein weiteres sehr starkes Signal für sein Engagement im Sinne einer starken inklusiven, demokratischen Gemeinschaft. Seligenstadts Bürgermeister Daniell Bastian wies bei seinen Grußworten darauf hin, dass Sport manchmal als die schönste Nebensache der Welt bezeichnet werde. „Aber für einige ist Sport mehr als das. Am Sport können Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam teilhaben. Sie erfahren hier Spaß, Respekt und Anerkennung. Sport ist ein guter Weg für eine inklusive und offene Gesellschaft.

Der Ort dieses Treffens im Rahmen des Host Town Programmes hätte nicht besser gewählt sein können. Sie genießen nicht nur einen schönen Blick auf den Klostergarten und die Basilika, auch erhalten sie nebenbei einen Einblick in ein besonders Café mit ganz besonderen Menschen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klostercafés haben ein Handicap und machen trotzdem einen ganz hervorragenden Job. Das Klostercafé zählt zu den integrativen Einrichtungen des Förderkreises Lichtblick e.V., ebenso wie das Hotel Elysee, in dem im kommenden Jahr die Gäste aus Tobago und Trinidad beherbergt werden“.

Die „Special Olympics“ sei eine tolle Gelegenheit, so der Innenminister, dass Menschen mit Einschränkungen, mit Behinderung, zeigen könnten, was sie draufhaben. Es sei Leistungssport und jungen Leute trainierten dafür hart, dass sie sich 2023 bei Weltspielen mit allen Athleten aus der ganzen Welt messen könnten. Die Sportstiftung Hessen werde deshalb Athletinnen und Athleten so wie Olympiateilnehmer unterstützen, denn hier gehe es um Spitzensportveranstaltung. Dieses große sportliche Ereignis bringe auch die Möglichkeit, den Focus auf das Thema Teilhabe zu lenken. Den Sport könne man sich zunutze machen, weil dadurch der soziale Zusammenhalt unterstützt werde. „Diese Host Town Projekt ist wichtig, weil wir dieses Spiel aus Berlin in die hessische Region bringen. In den teilnehmenden Gemeinden werden wir dadurch einen Focus auf die Spiele, auf den Sport und auf das Thema Teilhabe und auf das Thema Sport und Inklusion lenken“, so Beuth.

(Text: ah)